Novembergrau

Ein freier Tag und 4,5 Stunden Zeit zum Grom fahren. Zum Mittag werden etwas über 10° angegeben. Also etwas dicker einpellen und ab geht’s. Die Tour habe ich per Google Earth bereits mehrfach am Computer abgefahren. Zur Auffahrt auf die Honsellbrücke in Frankfurt, ist das Licht zum Fotografieren einfach passend.

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Ganz rechts angeschnitten die neue EZB, mittig hinter der Brücke, der Main Plaza Turm, ein Hotel und ganz links der komplett neu entworfene und fast fertige Henninger Turm. Der frühere Siloturm für Gerste und Malz ein Wahrzeichen in der Stadt, wird durch einen Wohnturm ersetzt, der im Erscheinungsbild dem alten stark ähnelt.

Auf meiner Tour komme ich zum ersten Mal an den Langener Waldsee. Im Sommer zur Badezeit und zum Ironman Germany, der hier mit dem Schwimmwettbewerb beginnt, ist hier Leben ohne Ende. Jetzt sind die Uferwege alle gesperrt, hier ist nix los. Nur Lkws zum Kiesabbau sind noch unterwegs.

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Ein paar hundert Meter weiter, komme ich an den Badesee Walldorf. Die Sonne ist weg und das Licht zum November passend. Auf meinem weiteren Weg umrunde ich den Flughafen Frankfurt, dann wird es etwas ruhiger im schönen Stadtwald bei Schwanheim. Über den Main wieder Richtung Norden, fahre ich zuletzt noch eine Runde über den Riedberg und staune nicht schlecht über eine kolossale Bebauung. Meine heutige Novemberrunde beende ich mit 109,5 km, noch bevor die früh hereinbrechende Dämmerung beginnt.

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Bewegte Kohle

Drei bisher getestete Rucksäcke mit normal zwei Schultergurten lassen sich durch die Hartschaleneinlagen im Schulterbereich der Jacke, nur widerborstig abnehmen. Und das ist ganz ungünstig zum schnellen Knipsen unterwegs. Probeweise habe ich einen Tagesrucksack mit einem einzelnen Schultergurt bekommen. Vorteil: Ich kann am Gurt ziehen und der Rucksack kommt vom Rücken nach vorne. So bekomme ich alles raus was ich brauche, ohne den Rucksack abzunehmen. Zur besseren Fixierung auf dem Rücken, fehlt eigentlich nur noch ein kleiner Zusatzgurt, der die untere Ecke nach vorne lösbar anbindet.

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Da das Wetter trocken ist, probier ich das Teil gleich mal aus (35,9 km). Aber weiter als bis zum Offenbacher Hafen komme ich nicht, es sind nur noch ein paar Grad über Null. Den schönen alten Kohlekran find ich als Fotomotiv ganz passend. Ist sicher ein Museumsstück. Ich hab gerade ein paar Motiveinstellungen im Kasten, da beginnt das Teil sich zu bewegen. Greift Kohle und fährt nach rechts aus dem Bild.

Fleckenlos

Bevor das erste Salz auf feuchter Straße liegt, geht es noch mal zur Tanke in die Waschbox. Den rostigen Befall am Auspuff werde ich natürlich durch Waschen nicht los. Die Beseitigung wird eine Aktion in der nicht fahrbaren Winterzeit.

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Bei der Wäsche mit der Hochdruckpistole nehme ich „Fleckenfrei spülen“. Nach Einwurf der Münzen kommt ohne Betätigung ein feiner Wasserschleier aus der Lanze, der mir zum Reinigen vollkommen reicht. Sauber ohne Hochdruck find ich ganz ok.

Späte Kupplung

Da fehlt doch was. Eine Senkkopfschraube plus konischer Unterlegscheibe hat sich unterwegs durch Vibrationen gelöst und liegt jetzt irgendwo in der Botanik. Tja, hätte ich man gleich beim Montieren eine flüssige Schraubensicherung mit aufgebracht. Da ich eine solche Schraube plus Scheibe brauche, bestelle ich das ganze Bauteil noch mal günstig in Hongkong.

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Die Kupplung greift sehr spät, was mir nicht so gut gefällt. Ist serienmäßig wohl bei vielen Maschinen so eingestellt und wurde auch schon mehrfach im MSX-125.de Forum angesprochen.

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Heute will ich die Kupplung so einstellen, dass sie eher greift. Die Gummitülle hab ich zurückgeklappt. Die Kupplung ist ganz gezogen. Der gelbe Strich kommt aus der Fabrik und ist eine Markierung aus der Montage oder Abnahme. Da ist dann noch ein dünner Bleistiftstrich. Den habe ich angezeichnet, als ich bei laufendem Motor und eingelegtem ersten Gang den Hebel langsam losgelassen habe. Wenn die Kupplung zu greifen beginnt, liegt der Bleistiftstrich direkt an der Kante der schwarzen Hebelarmatur. Die grünen Punkte (nachträglich ins Foto eingefügt) markieren den Bereich, wo ich mit meiner neuen Einstellung liegen sollte. Die Kupplung greift dann eher. Das gelingt mir auch und ich will sehen ob die Einstellung die mir beim Einkuppeln viel besser gefällt, in der Praxis auf Dauer so ok ist. Das Einstellen wird im Werkstatthandbuch unter Punkt 3-11 beschrieben. Und mit 20 mm liege ich beim maximalen Wert, der für den leeren Kupplungshebelweg vorgegeben ist.

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Zum Ausprobieren dabei, eine etwas größere Hüfttasche. Das Werkzeug als Größenvergleich hab ich dabei um die Kupplung eventuell noch mal neu einzustellen. Brauch ich aber unterwegs nicht. Und da geht ne Menge rein. Tablet, kleines Stativ und kleine Kompaktkamera sowieso und der Rücken ist frei. Trage ich vorne als Tank-Bauch-Rucksack-Kombination.

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Bei meiner kleinen Runde (32,7 km) komme ich erstmals auf dem Tacho über die 100er Marke. Und ich saue mein Maschinchen bei der Fahrt über nasse Wirtschaftswege heute ein bisschen ein.

Herbstfarben

Letzter Tag im Oktober und fantastischer Sonnenschein. Gleich nach der Arbeit sattele ich meine MSX. Ich will das warme Licht und die bunte Landschaft noch mal genießen und fahre Richtung Vogelsberg.

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Schmale Straßen, wenig Verkehr, Kurven zum Schwingen, dass passt wunderbar zur Leistung der MSX.

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Und geteerte Feldwege sind was Wunderbares! Ich liebe solche Landwege! Am Wendepunkt meiner kleinen Tour ist im Hintergrund der Hoherodskopf zu sehen. 764 m hoch und beliebtes Ziel für Touris und Biker.

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Heute begleitet mich mein alter Wanderrucksack. Bin ein bisschen am Austesten, wie die Unterschiede beim Tragen sind. Den Oktober beschließe ich heute mit 96,0 km.

Auf ans Wasser

Das Wetter ist so gut – nix wie raus. Zudem bin ich heute in der Nähe von Ginsheim/Rhein eingeladen zu Kaffee und Kuchen. Damit war die Tourrichtung schon vorgegeben. Gegenüber von Mainz liegt die Maaraue, eine Halbinsel an der Mündung des Mains in den Rhein. Leider finde ich keinen schönen Blick übers Wasser und fahre gleich weiter nach Mainz-Gustavsburg, zum Vereinsgelände des Dampfbahnclub Rhein-Main. Heute ist mit „Abdampfen“ der letzte Betriebstag in diesem Jahr. Große und kleine vollfunktionsfähige Dampfmodelle sind dabei unter freiem Himmel in Betrieb zu sehen. Etwas weiter, bei Ginsheim-Sand komme ich zwar an die rekonstruierte Schiffsmühle die im Rhein schwimmt heran, zum Fotografieren finde ich aber kein wirklich schönes Motiv.

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Erst am Ginsheimer Altrheinufer am Stockanker, finde ich Muße die Sonne und das Wasser zu genießen.

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Hier wartet die Fähre „Johanna“ auf Radfahrer von der Rheininsel Nonnenau.

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Dann verlasse ich diesen schönen Ort. Am Abend auf der Rückfahrt kann ich in der Dunkelheit die Einstellung des Fernlichts kontrollieren, ist etwas zu hoch. Mit einem 8er Ringschlüssel den ich für diesen Zweck schon in der Jackentasche bei mir hatte, lässt sich die Höheneinstellung ganz einfach verändern. Die Kühle am Abend macht deutlich, es sind die letzten Tage dieser Saison. Dabei komme ich heute auf 123,6 km.

Schön trifft schön

Kettenfett holen in der Spraydose war heute angesagt. Hab ich genutzt um eine kleine Runde zu drehen. Neben dem Motorradteileladen gibt es einen großen Ducati Händler. Da hab ich meine Grom doch gleich mal neben das Modell Monster gestellt.

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Ein paar Übereinstimmungen sind mir aufgefallen: Upside-down-Gabel und buckeliges Lampenglas und von der Machart her sehr ähnliche Tankverschlüsse.

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Die muss einer vom anderen abgeschaut haben. Und welche ist jetzt wirklich schöner? Ich weiß es!

Plattfuß & Co

Da ich dauerhaft so schöne Spiegel wie die von der 700er auf meiner MSX haben wollte, kaufte ich von privat neuwertige Spiegel der CB 1000 mit identischem Spiegelgehäuse. Bei der Montage bemerkte ich, dass die Spiegelstangen im Vergleich zur NC 700 etwas früher und etwas stärker abgewinkelt sind. Sieht aber gut aus und dürfte für die Sicht nach hinten nur vorteilhaft sein. Hier die bildhafte Gegenüberstellung.

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Drei Dinge gibt es heute die ich überarbeiten will. Nummer zwei ist der Haltebügel unter der abschließbaren Sitzbank (roter Pfeil). Hier sollte man eigentlich den Kinnriemen durch fädeln, wenn der Helm nach dem Abstellen an der Maschine verbleibt.

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Geht bei mir überhaupt nicht. Der Kinnriemen ist nicht lang genug, bzw. das Ratschenschloß macht eine Umschlingung des Bügels unmöglich. Da ich diese Funktion aber nutzen will, habe ich heute mit Zwirn und Nadel zwei Kunstfasergurte so zusammen genäht, dass jetzt außerhalb der Sitzbank eine Öse für den Helm vorhanden ist.

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Damit die simple Machart nicht so schnell durchschaut wird, habe ich ein breiteres Gurtstück quasi als Sichtschutz gleich mit drüber genäht. Ist der Helm abgenommen, bleiben Öse und Gurtstück zusammen gerollt am Haltewinkel unter der Sitzbank. Die Enden der Kunstfasergurte die eigentlich nicht sichtbar sind, habe ich der Haltbarkeit wegen, mit einem Lötkolben verschmolzen.

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Um eine Standfläche des Seitenständers zu erhalten, wurde das Rohr werksseitig einfach geplättet. Fertig. Ein CNC gefrästes Aluteil, welches als Zubehör angeboten und per Schrauben angeklemmt wird, verbessert optisch und praktisch die Standfläche und war schnell montiert.

Candy Gold

Am heutigen Sonntag sollte es trocken und eventuell auch noch sonnig werden. Also wird eine kleine Runde in den vorderen Spessart geplant. Über Hanau geht es ins bekannte Seligenstadt. Durch enge Gassen und Mengen von Besuchern finde ich den Weg zur Mainfähre. Hier in der Flußmitte endet Hessen. Auf der anderen Seite liegt bereits Bayern, genauer durch Unterfranken wird meine Tour jetzt weiter gehen.

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Nach dem Übersetzen ein Blick auf die Basilika.

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Noch immer ist der Hochnebel da. Erst als ich in Hörstein die feine kleine Bergstrecke bis auf den Hahnenkamm fahre, kommt die Sonne hervor. Auf der anderen Seite des Bergrückens geht es wieder kurvig ins Tal herunter, eine tolle Strecke. Die Sonne ist jetzt voll da und ich mache einen Abstecher nach Daxberg zum Fotohalt.

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Klar Daxberg ist Ehrensache, in Erinnerung an meine frühere 50er HONDA Dax. Und ich meine fast die damalige Dax Farbe Candy Gold findet sich heute in der Natur wieder.

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Zurück geht es über den schönen Kahlgrund, mit seiner kurvigen Streckenführung. Mit 10 PS geht da was und macht Laune. Heute gibt es erstmalig auf einigen Kilometern Vollgas, das passt schon. War ein schöner Herbstausflug mit 106,3 km.

Schwebebalken

Eine große Hebebühne so ein sperrige Trumm, brauch ich bei der MSX nicht mehr. Inzwischen ist sie bereits verkauft und was Leichteres, mit weniger Platzbedarf kam zum Anheben in die Garage.

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Im großen online-Auktionshaus hab ich die leichten Motorradheber der Firma WIPRA gefunden. Recht preisgünstig und mit sehr guter Verarbeitung, sollen sie mir bei meinen zukünftigen Arbeiten am kleinen Eintopf helfen. Hinten anheben ist ganz einfach, vorne etwas verzwickelt, da die drehbare stabile Drahtbrücke nicht immer die ideale geschwenkte Position beibehält. Geht aber und siehe da, die MSX scheint im Raum zu schweben.

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Diese Ausrüstung brauche ich unbedingt, zumindest für Pflegearbeiten an der Kette und zum Ausbau der Räder. Außerdem ist die etwas erhöhte Position bei allen sonstigen Pflegearbeiten von Vorteil. Bei diesem Anlass hab ich mir den Kettenschutz gleich mal genauer angeschaut. Die zum Hinterrad hin völlig ungeschützt laufende Kette, wird von allem beworfen was der Reifen insbesondere bei Wirtschaftswegen aufsammeln kann. Da will ich mir Gedanken machen, wie ich den vorhandenen Kettenschutz erweitern kann.

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Hey, der rot gepolsterte Rollhocker ist auch ganz neu! Ein bekannter MSX-Treiber hat mir von seiner Werkstattausrüstung erzählt. Und da kam das Teil vor. Kannte ich vorher noch nicht. Ist aber prima, und soll mir die Schrauberzeiten am Motorrädchen etwas komfortabler machen.