Nizza

Fernreisen über Grenzen, sind mit dem Reisemotorrad momentan leider out. Auch kein Problem. Da nehm ich doch meine kleine Honda, mit der komme ich auch bis zu den Palmen. Ist nicht wirklich weit.

Die heutige Runde mit knapp 50 Km bringt mich quer durch Frankfurt, bis zur mediterranen Parkanlage am Frankfurter Mainstrand, dem Nizza-Ufer. Etwas Mittelmeerflair innerhalb von 2 Stunden anfahren, ist ein kleines und nettes Abenteuer an einem Ostersamstag.

Wertstoff

Heute der zweite Versuch beim Wertstoffhof was Kleines was nicht in den Hausmüll gehört zu entsorgen. Nix geht – wieder eine ellenlange Autoschlange. Dann mach einfach so eine Runde.

Und es gibt sie, die öffentlichen kleinen Wege, ganz in der Nähe. Würde ich mit dem Auto nicht hinfahren, weil zu verwinkelt. Oben auf der Anhöhe ist es schön mal kurz anzuhalten – und zack sind Stativ und Knipse ausgepackt.

Schottisch

Saisonbeginn! Heute ist es schön sonnig und mild, da mach ich doch gleich meine erste Runde zum Trialverein. Andere sind mit ihren Trialmotorrädern zum Training da, ich will heute mal nur schauen wie der Platz nach dem Winter aussieht.

Schottland ist berüchtigt für die schwierigen Steinsektionen im Trialsport. So ein Foto mit der MSX und ein paar Steinklamotten aufm Platz, das wäre doch mal passend.

Dann quere ich den Main und kurbele noch etwas auf die Spassarthöhen. Waren 3 angenehme Stunden mit 117 km.

Löwenzahn

Zur 16.000er Inspektion gehört auch ein Tausch des Luftfilters. Der alte war bestückt wie ein halbes Biotop mit kleinen Schwebeteilchen und Flugsamen. Das Öffnen des Luftfilterkastens geht bei der MSX ganz einfach. Direkt von außen, von vorne unterm Tank.

Noch eine neue Zündkerze NGK CPR6EA-9 eingeschraubt. Das Ventilspiel kontrolliert, dabei den Einlass minimal größer eingestellt, der Auslass war okay. Die Kette war ja schon im Dezember dran. Jetzt noch die Bremsbeläge durchschauen und ich habe fertig. Das Öl ist erst 1.600 km drin, also noch zu früh für einen Ölwechsel. Die Batterie hab ich bei der Kleinen noch nicht einmal geladen oder draußen gehabt – bleibt so. Also >> Lass dich blicken Frühling – wo bist du?

Nummer 2

Tja irgendwann war`s mal fällig. Da muss die Kleine jetzt durch. Die MSX ist nur noch die Nummer 2 bei mir im Stall, mit jetzt 15.903 km. In 2021 werde ich hauptsächlich mit meinem 500er Adventurebike unterwegs sein.

Inzwischen hat sich auch die Modellreihe der MSX weiter entwickelt. Hab ich noch das 2013 – 2015er Modell, also das erste Baumuster, so gibt es für 2021 eine neue MSX. Wird jetzt von HONDA auch offiziell GROM genannt. HONDA hat wegen den verschärften Abgasvorschriften tatsächlich den kleinen Verbrenner noch mal komplett neu konstruiert. Und dabei auch Hub, Bohrung und Verdichtung geändert. HONDA kann seine Produkte so weiter entwickeln, dass sie den modernen Anforderungen entsprechen. Die haben es einfach drauf. Find ich sehr symphytisch :-))

Aber klar werde ich auch in 2021 schöne Touren mit der Kleinen machen. Auf eine Neues!

Gestreckt

Dezember, Januar, Februar – Monate in denen die Kleine im Winterschlaf von neuen Abenteuern träumen kann :-)). Und Zeit für Wartungsarbeiten. Da jetzt 15.903 km aufm Tacho stehen, ist die 16.000km Inspektion dran.

Irgendwo muss ich beginnen, diesmal fang ich beim Hinterrad an. Bei dieser kleinen Maschine lässt sich die Kette einfach über das Kettenschloß öffnen. Das ist super servicefreundlich. Ich wasch die Kette in Benzin aus und lass sie mehrere Tage abtrocknen. Die Kette zwischen zwei Nägel gespannt, einmal gewendet, so lassen sich alle Seiten schön mit der HKS Kettenschmiere einsprühen. Immer dabei, das kleine buntig leuchtende Weihnachtsbäumchen.

Das Profil des Hinterrads wird noch bis weit in die nächste Saison reichen. Klar putzen gehört mit dazu. Dabei kann ich gleich sehen, ob es irgendwo Materialermüdung beim selbstgebastelten erweiterten Kettenschutz gibt. Passt noch alles.

Die Beschichtung der Auspuffanlage mit Alu-Flammspritzen (Fachbetrieb) und der hitzebeständigen Lackierung versiegelt die Abgasführung auch optisch dauerhaft. Da brauch ich nix nachlackieren. Mal mit dem Lappen drüber und gut ist.

Kleines Pack

Mit kleinem Pack ist keine aufmüpfige Menschengruppe gemeint – sondern mein kleiner praktischer Tankrucksack auf der MSX. Das Teil hat mir in dieser Saison gute Dienste geleistet. Wie ich dieses auf mein Moped gebracht habe, dazu siehe meine Blogbeiträge in diesem Frühjahr.

Von der Größe ist die Packung auf dem Tank sehr dezent, einfach nicht zu üppig. Gut so.

Der Lenkeinschlag ist voll gegeben, dabei gibt es keine Verschiebung der Ladung.

Alles schön schmal gehalten zum Tourenfahren und zum Pirschen abseits des Teers. Und der Tank behält seine Kontur.

Der Aufbau zum kleinen Oxford wird gehalten von 3 Gurten, die mit extra starkem Klettband bestückt sind.

An der MSX sind die Klettgegenstücke an den passenden Stellen auf die Tankverkleidung geklebt. Zum Tanken und zum kompletten Abnehmen, wird die Sitzbank entriegelt und angehoben. In der Praxis funktioniert dieser Ablauf einfach.

Und was verstaue ich jetzt in dem kleinen Pack?

Die Knipse, meine SONY DSC-HX90 hab ich im Flauschbeutel immer dabei. Ein Uraltstativ mit einer Arbeitshöhe von 105 cm, welches relativ leicht und klein zu verstauen ist, brauch ich für die Selbstauslöseraufnahmen. Das blaue Päckchen beinhaltet die Funkausrüstung zum Auslösen der Kamera, aus einer etwas weiteren Entfernung (z.B. Fahraufnahmen in Landschaft). Ist das Klarsichtfach belegt mit Spickzettel zur Routenführung, oder dem Navi, dann ist das Smartphone auch im Hauptfach. Ohne Mund-Nasenmaske geht heutzutage nix mehr und ein Kamm und Halstuch (hier nicht auf dem Foto) passt auch noch rein. Ist es im Sommer sehr heiß, kann ich noch eine 0,5 Ltr Trinkflasche per Klett andocken.

Optisch gefällt mir das in der Praxis aber nicht so. Drum hatte ich in dieser Saison bei Tagestouren ein Camelbak Trinkrucksack mit 1,5 Ltr. auf dem Rücken dabei. Funktioniert!

60°

Ein Novembertag mit Sonne pur! Das passt für eine kleine Runde um den Kirchturm.

Einen umfangreich gestalteten Dirtpark für MTB-Räder befahre ich nur zum Knipsen. Damit Motor und Auspuff das Kondenswasser ausschwitzen können, fahr ich gleich noch ein paar Kilometer weiter.

Auf dem ex. Maurice Rose Airfield in Frankfurt  – Bonames noch ein Halt auf einer der letzten Ausfahrten in 2020. Denn die Saison ist demnächst zu Ende.

Meine „Betriebskleidung“ wird heute mal ausgeführt, passt prima in der Jahreszeit. Das Motoröl bekomme ich gerade mal auf 60°. Mehr war heute nicht möglich.

Zur Sonne

In Frankfurt gibt es Hochnebel. Alles ist ins Grau getaucht. Aber in Heidelberg scheint die Sonne. Eine Webcam zeigt mir das online. Da ich am Nachmittag noch ein paar Stunden frei hab, muss ich raus.

An der Bergstraße wird es immer heller. Die Sonne ist jetzt da und ich könnte einen Fotohalt einlegen. Mach ich aber nicht, ich hoffe auf den Neckar in Sonne. Der Nachmittag ist schon weiter voran geschritten und unterhalb vom Heidelberger Schloß ist dann davon leider nix mehr zu sehen.

Das neue Garmin Zumo XT hab ich heute im kleinen Tankpack dabei. Brauche ich eigentlich für mein 500er Adventurebike. Möchte möglichst viel Praxis schon vor der nächsten Saison haben, drum hab ich`s auch heute dabei. Beim Routenplanen zuhause, wird direkt auf das Kartenmaterial vom Navi zugegriffen, was das ganze endlich zuverlässig macht. Das Teil taugt was. Komme im Dunklen zurück, wird schon recht kühl am Abend. Das waren heute 224,4 km.

Nevada?

Mit dem kleinen Eintopf dann doch ein bisschen zu weit weg.

Viel näher. Es ist der Rotenfels nahe Bad Kreuznach. Die Wand ist 1200 m lang und 202 m hoch, sie gilt als höchste Felswand zwischen den Alpen und Skandinavien. Mein Tagesziel ist noch etwas weiter entfernt, nämlich der Disibodenberg. Eine mystische und wunderbare alte Klosterruine, zu der schöne schmale und kurvige Sträßchen führen.

Zuvor führt meine Route aber erst mal nach Darmstadt Kranichstein ins dortige Eisenbahnmuseum. Ich brauch noch ein paar Detailfotos für ein Modellbauprojekt. Dann nach Westen an den Rhein zum Kornsand. Mit der Fähre setzte ich dort über nach Oppenheim. Dann quer durch Rheinhessen auf kleinen Straßen bis nach Bad Kreuznach. Vom Tagesziel breche ich wieder Richtung Norden auf, und folge der Nahe bis Bingerbrück.

In  Niederheimbach nutze ich die Fähre zum Übersetzen über den Rhein nach Hessen. Jetzt über das Wispertal und Bad Schwalbach zurück in bekannte Gegenden. Nach 292,4 gefahrenen Tageskilometern, reicht es dann aber auch für heute.