Herbstsause

Heute ist Herbstbeginn und draußen ist der Sonnenschein nicht mehr so knallig wie in den Wochen zuvor. Die Temperaturen sind fast perfekt, also nix wie raus, den Tag für eine kleine MSX-Tour genutzt.

Die Landschaften sind nach dem zu trockenen Sommer jetzt wieder schön grün und das tut den Augen gut. Meine Tour geht heute zum Vogelsberg, genauer bis zur höchsten Erhebung, dem Hoherodskopf. Doros Büdchen ist für eine Kaffeepause aber leider geschlossen.

Nach kurzer Rast geht es in südlicher Richtung wieder abwärts vom Berg, auf Seitenstraßen die ich zum großen Teil noch gar nicht kenne – wunderbar.

In Sichtweite der Ronneburg strecke ich noch mal meine Beine aus und als ich meine Runde beende, sind schöne 190 km zusammengekommen.

Tuning?

Die Kleine optisch zu verschönern, oder auch mal in technischem Feinschliff zu präsentieren ist bei vielen Fans der GROM = MSX das A und O. Tuning – ehrlich brauch ich nicht.

Da bei mir die MSX zuverlässig Strecke machen muss, bleibt alles so original wie es ist. Das Bike gefällt mir auch so 🙂 . Und ich glaube unbedingt, dass die Honda Ingenieure alle angebauten Teile für einen optimalen langen Lauf konstruiert haben. Nur der tolle Querriemen auf der Sitzbank, der ist ziemlich genau da wo ich sitze. Au – der wird weg getunt. Nur zur zweijährigen Hauptuntersuchung kommt der drauf, wäre blöd ich würd wegen diesem fehlenden Teil die Plakette nicht bekommen.

So ist`s recht, heute für viele weitere Kilometer angeklebt und danach:

Wieder glatt ohne Riemen. Da hocke ich einen ganzen Tourentag drauf – passt so.

Lummerland

Mit der MSX nur anderthalb Stunden von meinem zuhause entfernt, entdecke ich diese kleine Dampflok die ein großes Gußschild mit dem Namen Emma trägt. Das Maschinchen wird mit Kohle gefeuert und ist somit ein echter Verbrenner. Mit kleinen angehängten Personenwagen auf einer 600mm Spur, zuckelt der Zug sonntags zweimal zwischen Wächtersbach und Bad Orb hin und her. Beim seitlichen Blick auf die Lok schau ich, ob vielleicht Lukas der Lokomotivführer mit der Tabakpfeife im Führerhaus steht.  Okay – ich bin beruhigt, der Lokomotivführer kommt aus dem hier und jetzt, soviel steht fest 🙂 . Mein kleine traumhafte Runde Richtung Lummerland (Bad Orb) war heute insgesamt 127km weit und 4 Sonntagsstunden lang.

War da was?

Hübsch geschmückt hier 🙂 . Fantastico. Kleine Spritztour an die Lahn – hier in Weilburg – mit 133km zwecks Eisenbahnfotografie. Meine MSX läuft zuverlässig jetzt über 20.584km. Bin nie liegen geblieben, oder hatte sonst irgendwelche Sperenzchen unterwegs. Nein, da war nix. Konnte meine Tagestouren immer komplett abkurbeln wie geplant. Bin mit der Qualität von HONDA überaus zufrieden. Klar dazu gehört Wartung und Inspektion nach Plan und ein bisschen Pflege. Die MSX mit dem kleinen liegenden Viertakter bringt mir noch immer ein ursprüngliches Zweiraderlebnis pur.

Fernfahrt II

Mit der MSX bis nach Rom! Am besten über Salzburg. Ja klar, und das fahr ich an einem Tag 🙂 . Mit diesem Blogbeitrag trete ich den Beweis an.

Meine Strecke führt aber nicht nach Süden sondern nach Norden über den Taunus zuerst ins Weiltal. In Weilburg kommt gerade ein Gruppe Kanuten aus dem Schiffstunnel und muss in handbedienten Schleusen das Niveau zur Lahn erreichen. Kurzer Stopp zum Knipsen.

Salzburg! Dieses war der erste Streich. Liegt im Westerwald  unweit von Rennerod.

Hier auf der Karte wird auch deutlich wie ich schnelle Bundestrassen meide. Ich lege meine Route gerne parallel zu Bundesstraßen, oder schneide auch mal schräg, so wie es möglich ist. Das aber nur bei schnellen Überlandstrecken, wo 100 gang und gäbe ist. Das ist mir mit der Kleinen zu stressig.

Nördlich von Betzdorf gibt es etwas abseits meiner Route eine kleine Furt, da muss ich mal extra durch. Dann im Wipperbachtal sind die Straßen ganz schmal, wie aus einer anderen Zeit. Nur 5 Meter breit und mit verblasstem Mittelstreifen. Hier kommt nur wenig Verkehr hin.

Hey – Tagesziel erreicht! Rom, nur 156 Landstraßenkilometer von Frankfurt/Main entfernt.

Rom im Bergischen Land. In der Ecke von Morsbach und Waldbröl – fast am Ende der Welt. Und weil ich das heute auch noch pack, fahr ich die Strecke bis Frankfurt auch wieder zurück.

In Löhnberg/Lahn komme ich wieder auf meine Hinroute zurück und mache hier erst mal Pause bei einem Bäcker. Von dort sind es dann noch 1 Stunde und 15 Minuten, bis ich das Garagentor nach 304km wieder öffne. Rom + Salzburg an einem Tag mit der MSX! Geht – Fernreisen sind möglich, auch mit einem kleinen Dickrad 🙂 .

Fernfahrt I

Man könnte meinen es geht an die See. Nein, tut es nicht. 1. Tag: Frankfurt/Main nach Freiburg/Breisgau. 2. Tag: Touriprogramm. 3. Tag: zurück, Freiburg – Frankfurt. Verwandte sind in Freiburg und laden mich ein vorbei zu schauen. Und wir wollen das Fußball EM Endspiel der Frauen England – Deutschland zusammen sehen. Die Tagesstrecke etwas über 300 Kilometer sollten mit der MSX zu packen sein. Konkret danach auf meinem Kilometerzähler: 338km hin und 348km zurück.

Grundlage meiner Tour ist die Bundesstrasse 3 Richtung Süden. Auf der Hinfahrt möchte ich auch was vom Rhein sehen und plane südlich von Offenburg eine Querung nach Frankreich ein. Nahe Plobsheim mach ich Rast bei hochsommerlichen Temperaturen am breiten Strom.

Etwas weiter, am Rhein–Rhône Kanal wird gerade ein Schiffchen in der Schleuse auf den tiefer liegenden Wasserstand vorbereitet.

Bei Nonnenweier komme ich wieder zurück nach D, kurzer Stopp zum Fotografieren.

Noch eine Rast im Schatten, bevor ich den Rhein verlasse. Weiter geht es über Land und dann komm ich zu dem oben abgebildeten Leuchtturm, der im Europa Park Rust als Hotel dient. Dort etwas gekurvt, bis ich zum Fotografieren dicht genug ran komme.

Auf der Rückfahrt sollte ein Abstecher auf die Schwarzwaldhochstrasse mit drin sein. In Freiburg gab es am Vorabend ein Gewitter und die Luft am Morgen war angenehm frisch, denn die Tagestemperaturen sollten wieder auf um die 35° ansteigen. Zuvor wollte ich mir in Offenburg unweit der dortigen Hochschule den edlen Renner auf Schienen, die Dampflok 18 323 anschauen, die mit ihren 2,1 Meter großen Rädern was her macht.

Ich Achern verlass ich das Rheintal um auf die Höhen des Schwarzwalds zu gelangen, hier oberhalb von Sasbachwalden. Auf der Tour hab ich zweimal getankt und kann per Bon genau den Durchschnitt im Verbrauch angeben. 1,93, bzw. 1,87 Liter auf 100 Kilometer per MSX, sind mit größeren Motorrädern nicht zu erreichen. Natürlich hatte ich sehr viele Ortsdurchfahrten auf der geplanten Strecke, oftmals auch jetzt mit 30er Zone. Hin nach Freiburg habe ich so auch 7 Stunden und 35 Minuten gebraucht (Sonntag, geringer Verkehr), zurück 9 Stunden und 5 Minuten (Werktag).

Oben auf der B500 mache ich einen Stopp am Mummelsee, hier war ich per Tagestour auch schon mal mit meinem 125er S-wing Hondaroller. Der B500 folge ich ein Stück Richtung Baden Baden und komme in Steinbach wieder auf die B3 die am Nachmittag bei sommerlichen Temperaturen bis Frankfurt aber doch noch einiges an Durchhaltevermögen und Schweiß abverlangt, auch wenn meine Ausrüstung sommertauglich Luft durch lässt. Irre welche Entfernungen mit dem kleinen 125er Dickrad möglich sind und mir dabei auch noch zum Fahrspaß (!!) taugt.

Sommernuß

Locker – leicht in die Sommerlandschaft, danach ist mir heute. Aus Frankfurt geht es Richtung Vogelsberg. Da auf der Straße fast nix unterwegs ist – hin und zurück – wird das fast ein bisschen besinnlich heute. Viel Kurvenschwingen um die 70 – 80, das tut gut.

Zwischendrin bei einem Stopp probier ich kurz ein paar Trialübungen mit der Kleinen aus. Auf unebenem Boden Gleichgewichtsübungen mit minimaler Geschwindigkeit.

Zwecks Gesamtschwerpunkt zur Reifenaufstandsfläche sieht das auch mal schräg aus und die Kupplung klatscht Beifall, denn sie darf bei  etwas erhöhter Drehzahl  hier auch etwas mehr schleifen 🙁 . Die Übersetzung ist für solche Sachen einfach zu lang.

Oben angekommen hol ich mir bei Doros Büdchen einen Cappuchino und die legendäre Nussecke.

Hier oben auf 760 m Höhe komme ich mit zwei älteren Motorradfahrern ins Gespräch, die teils mit Tempo über 200 auf der Landstraße unterwegs sind. Das sich daraus auch schon ein Fahrverbot für sie ergab, nehm ich mit schmunzeln zur Kenntnis. Ich hab auch mit max. 100 echten Fahrspaß 🙂 . Das waren heute leichte und beschwingte 152km.

Edit: Erst übers Foto entdeckt, die rechte 5 Watt Positionsglühwendel ist wirklich hin.

Klassiker

Touren zum Rhein geht immer. Diese Gegend ist ein bisschen der Urgrund für mich zum Moped fahren. Es gibt sehr viele schöne kleine Straßen die für eine 125er wie gebacken sind.

Den ersten Halt gibt es heute in St. Goar. Hier setze ich auch wieder mit der Fähre über, denn ich will quer übers Land auch noch an die Lahn.

Am Rhein besuche ich meine Nichte und da ihre Vespa defekt ist, geht’s per Rucksack und ausgeklappten Soziusrasten erst mal als Versorgungsfahrt zum nächsten Supermarkt.

Auf den Höhen vor Dachsenhausen gibt es eine schöne Fernsicht Richtung Eifel. Also Stativ raus, Knipse und Fernauslöser montiert und ein paar Fotos zur Auswahl gemacht.

Jetzt bin ich bereits an der Lahn und an einigen Stellen ist es ganz heimelig wie hier in Laurenburg. Auch hier wieder kleine wenig befahrene Straßen mit ständigem Lastwechsel und vielen Kurven. In Limburg mach ich Rast bei einem Bäcker und einem großen Kaffee, bevor es weiter geht.

In Runkel auf der alten Lahnbrücke muss ich die Knipse noch mal raus holen. So sieht Sommer aus, Naturbaden mitten im Fluß. In Brombach/Schmitten wird der Tank gefüllt und dann geht’s mit erhöhter Drehzahl über die Taunusausläufer hurtig Richtung Heimat. Am Ende komme ich heute auf 287 km. Die Kleine läuft wie ein Uhrwerk und macht noch immer mächtig Spaß :-)).

Königstein

Jährlich an Pfingsten gibt es in Königstein im Taunus ein Eisenbahnfest. Heute mache ich eine kleine Tour dorthin, schaue mich um und schnuppere den Duft von verbrannter Steinkohle. Eine große Dampflok ist dort angefeuert und rangiert im Bahnhof. Auf der Rückfahrt gibt`s noch einen kurzen Halt am Taunuswaldrand für ein Blogfoto. Das sind heute am Pfingstmontag etwas mehr als 40 Kilometer mit meinem kleinen Dickrad.

Wundertüte

Mal Ecken anfahren, in die ich sonst bei meinen längeren Touren aus der Stadt nicht komme. Heute eine kleine Runde mit 43 km. Mein Navi ist dabei und zeigt mir den geplanten Weg, der ganz kurzweilig ist und was für die Sinne bietet.

Im Nachbarort hat wer seine Milch anbrennen lassen, man riecht es deutlich bis auf die Straße. Oberhalb von Steinbach/Taunus gibt’s einen schönen Blick nach Mainhattan, also Zeit für einen Fotohalt auf einem Kiesweg. Da es drückend warm ist, kommt die schattige Walddurchfahrt mit Kühle zwischen Oberhöchstadt, B455 und Oberursel genau richtig. Bergab nach Oberursel kann man richtig aufs Tempo drücken und trotzdem blicke ich rüber zu der schönen langen Waldlichtung rechts der Straße, die in der Sonne liegt. Am Ende des Waldes biege ich zur Stierstädter Heide ab, durchfahre eine Trennung für Kraftfahrzeuge die einen Durchgangsverkehr hier verhindert und entdecke das Heidegras mit seiner leicht lilanen Farbe. Über das Kopfsteinpflaster des heimeligen Oberurseler Marktplatzes geht`s nach Oberstedten. Hier möchte ich gerne über das Gotische Haus nach Dornholzhausen queren. Leider ist der geplante kleine Fahrweg für Motorräder gesperrt und mehrere Versuche andere Straßenzugänge zu finden gelingt mir nicht auf Anhieb. Trotzdem, etwas abgekürzt – eine kleine feine Runde die Spaß gemacht hat.