Nevada?

Mit dem kleinen Eintopf dann doch ein bisschen zu weit weg.

Viel näher. Es ist der Rotenfels nahe Bad Kreuznach. Die Wand ist 1200 m lang und 202 m hoch, sie gilt als höchste Felswand zwischen den Alpen und Skandinavien. Mein Tagesziel ist noch etwas weiter entfernt, nämlich der Disibodenberg. Eine mystische und wunderbare alte Klosterruine, zu der schöne schmale und kurvige Sträßchen führen.

Zuvor führt meine Route aber erst mal nach Darmstadt Kranichstein ins dortige Eisenbahnmuseum. Ich brauch noch ein paar Detailfotos für ein Modellbauprojekt. Dann nach Westen an den Rhein zum Kornsand. Mit der Fähre setzte ich dort über nach Oppenheim. Dann quer durch Rheinhessen auf kleinen Straßen bis nach Bad Kreuznach. Vom Tagesziel breche ich wieder Richtung Norden auf, und folge der Nahe bis Bingerbrück.

In  Niederheimbach nutze ich die Fähre zum Übersetzen über den Rhein nach Hessen. Jetzt über das Wispertal und Bad Schwalbach zurück in bekannte Gegenden. Nach 292,4 gefahrenen Tageskilometern, reicht es dann aber auch für heute.

Kerngesund

Da es heute zeitlich gut passt, hake ich gleich mal den nötigen MSX TÜV Termin ab. Der Prüfer meint „kerngesund“ als er mir die Papiere wieder gibt. Prima – so darf’s gerne bis mindestens 9/22 weiter gehen.

Zwischenzeitlich – es sind schon ein paar Tage her – stand meine MSX auf Krücken.

Zum Räderausbau an meiner neuen 500er,  brauchte ich die beiden vorhandenen Motorradheber. Da Schwarz gar nicht geht, brachte ich die Gussräder zum Pulverbeschichten in einen Fachbetrieb. Ein Gold, angenähert an das Gromgold wäre Klasse. Drum nahm ich das Vorderrad der MSX als Farbmuster mit. Damit die Gabel in dieser Zeit abgestützt ist, gab es die schnell zugeschnittenen Holzlatten.

Schon bei der letzten Ausfahrt „Donnerhall“ war wieder alles montiert und mein kleiner Eintopf unter anderen Dickrädern im Land unterwegs.

Donnerhall

Im April bin ich mit meiner Tour „Pfalzblick“ bis an den Rhein in Gernsheim gekommen.  Heute nehme ich mir mehr Zeit und setze mit der Fähre über in die Nord Pfalz. Hier will ich neue Landstriche erkunden.

Mein Ziel ist der Ort Kerzenheim. Der liegt quasi etwas links vor dem hinten sichtbaren Donnersberg. Die Winzer haben im Umkreis um meinen Fotopunkt in den Weinbergen Böllergeräte installiert, die die Trauben wohl vor Vogelschaden bewahren sollen. Ich denke ich bin mitten in einer Schlacht. Donnersberg – aha, daher der Name :-))

Einen kleinen Umweg über Marnheim will ich machen, hier steht ein altes Eisenbahnviadukt alleine in der  Landschaft. Ein schöner Fotohalt und passt auch gut zum heutigen Flair meine Tour.

In Kerzenheim, beim ortsansässigen AMC, Ausrichter von Trialveranstaltungen, war ich bereits mit der Blechbüchse per BAB. Es gibt aber wunderbare Nebenstrecken dorthin– viel zu Schade fürs Auto – die ich heute mit der MSX erkunde.

Dabei habe ich den neuen Camelbak zum Test, einen kleinen Trinkrucksack mit 1,5 Liter Flüssigkeit. Bei Bedarf den blauen Schlauch am Ende mit den Zähnen zusammen gedrückt, eine Kunststofflippe öffnet sich und gibt das Nass frei. Funktioniert prima und ist eigentlich für die Langstrecke auf der Reiseenduro gedacht, passt aber auch gut zu den Ausflügen mit der Grom.

Auf der Rückfahrt Richtung Rhein, komme ich zwischen Zell und Mölsheim wieder am Zellertaler Ehrenmal vorbei. Das passt zur heutigen Thematik und klar, da wird auch ein Knipshalt eingelegt. Das waren heute wunderbare 234 km. Retour aus der Pfalz noch mit Rückenwind, wobei öfters Zahlen mit über 100 im Tacho zu sehen waren.

Bauart Mallet

Wegen einer Corona bedingten Terminvorgabe bei der Zulassung, kann ich mit dem neuen Motorrad noch nicht starten. Also geht es heute noch mal mit der MSX raus. Da es bei der letzten Ausfahrt am Rhein so schön war, fahr ich einfach noch mal dorthin.

Diesmal möchte ich noch ein bisschen weiter flussabwärts fahren, nämlich bis Brohl am Rhein. Das liegt ca. 26 km von Koblenz entfernt.

Meine Hinfahrt bis zur Rheinfähre ist heute etwas straffer übers Gebirge und durchs Wispertal.

Ich komme genau passend, die Fähre wird gerade beladen, ich fahre als letztes Fahrzeug drauf und schon beginnt die Überfahrt. Hier kann man leicht eine halbe Stunde mit Warten verlieren, wenn der Ablauf ungünstig ist. Und weiter dann, auf der linken Rheinseite immer der B9 folgen.

Und mein Ziel genau ist die Brohltalbahn. Die heute mit einer kohlegefeuerten Dampflok  fährt. Das Triebwerk dieser Lok ist für einen bessere Bogenlauf nach der Bauart Mallet geteilt und besitzt insgesamt 4 Dampfzylinder. Zwei in einem vorderen Drehgestell, die beiden hinteren sind fest im Rahmen eingebaut.

Vor der Abfahrt des Zuges habe ich am Bahnhof in Brohl erst mal eine Afri Cola getrunken und dort auch was in den Spendentopf getan, zum Unterhalt dieser Bahn. Auf dem Rückweg gab es dann noch eine Pause in St. Goarshausen, bevor es vom Fluss weg bergan über die B274 und kleinere Straßen Richtung Heimat ging.

Und wenn euch jemand erzählt, ihr könnt mit so einem kleinen Bike nicht touren – glaubt ihm nicht. Ok – Autobahn besser meiden, aber sonst ist alles machbar. Das waren heute 334 km tolle, flotte, aber auch anstrengende Tageskilometer.

Aufgesessen

Meine MSX hat Konkurrenz bekommen. Auf dem linken Sitz sind Touren an den Rhein, oder in die umliegenden Mittelgebirge, wie z.B. den Vogelsberg oder die Rhön auch weiterhin ein schönes Zweiradabenteuer. Ursprünglich, unkompliziert, eben noch genau so, als alles mit dem Zweirad begann. Den Rucksack auf dem Rücken und raus in die Jahreszeiten.

Die rechte Sitzbank ist neu in der Garage und gut für noch weitere Entfernungen. Auch eine HONDA, keine Africa Twin, etwas leichter, und ich will sie auch als Italy Twin nutzen. Eben das, was die Grom nicht kann. Da ich immer nur auf einem Moped fahren kann und auch noch eine Trialmaschine bewegen will, wird mein MSX-Blog wohl etwas dünner werden.

Am Rheinstrand

Ein Sonntag und ein schöner Sommertag. Da wäre eine Runde an den Rhein super gut. Dazu braucht’s eine Anfahrt auf Nebenstrecken. Grob gesagt von Frankfurt erst am Main entlang und dann ins schöne Rheintal.

Das Rheintal zwischen Rüdesheim und Koblenz bietet eine Fülle an schönen Fahrmöglichkeiten. Schnelle Bundesstraße im Flusstal, oder viele winklige und schmale Straßen in den Weinbergen. Und dazu gibt es auch noch sehr viel zu sehen.

Zwischen Assmanshausen und Lorch auf der B42 gibt es zwei Baustellen mit einspuriger Fahrbahn und Ampelregelung.  Mit einem BMW-Biker der direkt hinter mir im Stau hält, komme ich so ins quatschen. Ich fahre dann auf dieser Rheinseite weiter bis Osterspai, mein Endpunkt ist hier heute ein Imbiss. Von dort zurück und gegenüber Boppard gilt es auf die Fähre zu warten – siehe Foto oben.

In St. Goar verlasse ich das Tal, auf einer schmalen Straße geht es teils mit Haarnadelkurven bis auf die Anhöhe. Von hier oben gibt es einen schönen Blick auf Oberwesel, welches ich dann über eine kurvige Straße bergab auch wieder erreiche.

Bei den Wartezeiten an den Fähren – hier in Niederheimbach – kommt man schnell mit irgendwem ins Gespräch. Hier mit zwei jungen Bikern, die von sich aus den Begriff Grom richtig zuordnen und mir ihre 48 PS Motorräder erklären. Zurück geht es über den Klassiker Wispertal – Bad Schwalbach – Niedernhausen – Königstein. Zuhause habe ich dann 273,1 km mehr auf dem Kilometerstand.

Nebenwege

Mal ganz ruhig mag ich es heute, will heißen mehr Wirtschaftswege, wenig Landstraße.

Bei den ersten Anhöhen zum Taunus find ich einen schönen Platz mit Aussicht. Hab gerade meine Knipse aufgebaut, kann ich staunen was hier zu Fuß und auch mit Hund auf einmal auftaucht. Ein kurzes Gespräch und schon ist wieder Ruhe für ein passendes Motiv.

Heute werden es nur etwas über 80 km, mit Schotterstrecke und einem grünen Pfad. Manchmal macht’s die Mischung.  Landschaften erkunden, mal rechts und links gucken und alles ganz entspannt. Geht mit der MSX prima.

Honda Schuh

Heute habe ich eine kleine Runde in Richtung Stadt gedreht. Weil ich eine Info zum Pulverbeschichten von Gußrädern brauch, fahr ich kurz auf den Hof meines Reifenhändlers. Allerdings bleiben die Räderchen meiner Grom so wie sie sind. Die sind schön genug.

Und weil ich schon mal am Main war, bin ich bis zum Ufer direkt unterhalb des Schlosses in Frankfurt Höchst gefahren. Hier habe ich das heutige Blogfoto gemacht. Zuvor bin ich noch in Frankfurt Nied die Straße entlang gefahren, wo früher Honda Schuh seinen großen Laden hatte. Das war mal ein absoluter Sehnsuchtspunkt für mich.

Dort hatte ich mein zweites Motorrad für 2200.-DM gekauft, eine HONDA SL 125, mit schönem Doppelschleifenrohrrahmen . Ein Freund hatte mir sein Kennzeichen zur Überführung geborgt und was bin ich mit dem Teil dann unterwegs gewesen. Aus der Vergangenheit in die Zukunft geschaut: Demnächst gibt es wieder ein Adventurebike. Ein bisschen so ähnlich wie die SL, aber mit 4 x so viel Hubraum. Und die MSX bleibt – sollte passen.

Allgäuwandern

Ganz am Anfang bei meiner Kaufentscheidung zur MSX, dachte ich auch mal daran, das kleine Bike in eine schöne Landschaft, in einem passenden Pkw mitzunehmen.

An diesem Pfingstmontag, gut vorbereitet hab ich das endlich mal durchgezogen. Nach 4 Stunden Autobahnfahrt ab Frankfurt, bin ich in Seeg gelandet, dem Anfangs- und Endpunkt meiner Voralpentagesrunde mit 182,5 km.

Aus dem Caddy entladen, werden die Spiegel montiert, die Motorradkleidung angezogen und es kann los gehen.

Geplant habe ich die Strecke wie immer per GoogleEarth. Durch die realistischen Ansichten auch in Details, kann ich mir die komplette Strecke visuell einprägen. Ich habe unterwegs keine digitale Unterstützung gebraucht, lediglich im Ort Peiting gab es eine kleine Umfahrung, da ich die geplante Route verlassenen hatte.

Alle auf der Karte grün eingezeichneten Wege, sind solche schmale Teer- oder auch mal Schotterstraßen. Es sind die Verbindungswege zwischen den einzelnen Höfen die zahlreich in der Landschaft sind. Das sind öffentliche Straßen und nicht gesperrt. Allerdings geht es hier in einem wandermässigen Tempo voran.

Erster schöner Fotostop an diesem Tag, war die Alpe Beichelstein mit dem Hopfensee im Hintergrund.

Nächster Halt wieder ein See, der Forggensee, oberhalb von Rieden.

So schmal sind die kleinen Straßen, hier zwischen Sameister und Bernbeuren, die öffentlich befahrbar sind. Hier geht es genüsslich mit 40 – 50 entlang, Radfahrer kommen entgegen, auch mal eine Gruppe von Bikern, oder ich muss ganz rechts ins Grün ausweichen, weil ein Bauer mit seinem breitem Heuwender entgegen kommt.

Auf dem Auerberg hab ich mich von einem anderen Motorradfahrer knipsen lassen. Dann geht es weiter über Landstraßen Richtung Schongau und zum Hohenpeißenberg.

Ein Blick vom Hohenpeißenberg nach Norden, mit den Parabolantennen der Erdfunkstelle Raisting und im Hintergrund dem Ammersee. Hier war ich schon mehrfach mit Motorrad-Tagestouren aus Frankfurt.

Auf dem schnellen Rückweg Richtung Füssen, bin ich noch mal nah an das Schloss Neuschwanstein gefahren, um das als Fotomotiv einzufangen. Für das Abfahren dieser MSX-Voralpenrunde hab ich 5,5 Stunden mit dem kleinen Eintopf gebraucht. So war mein Pfingstmontag von 6:00 bis 21:00 Uhr,  ab – an Frankfurt rundrum gut genutzt.

Grün getankt

Maiensonne und ein Frühlingsgrün wohin man sieht. Walddurchfahrten mit Licht und Schatten, angenehm warme Luft und Wiesen mit Grün in allen Schattierungen. Wunderbar!

Heute gibt es wieder eine etwas größere Runde mit 225,1 km. Frankfurt – Hanau – Aschaffenburg – Spessart   – Miltenberg  (Foto oben) – Odenwald – Otzberg – Dieburg – Offenbach – Frankfurt. Und ich bin immer wieder erstaunt, welche schönen Runden mit so einem kleinen Dickrad zu packen sind.

Ja, viele Strecken kenn ich bereits. Aber nicht alle. Die heutige Tour bin ich so in dieser Abfolge noch nicht gefahren. Geplant habe ich die zuhause am Computer per Google-Earth. Im Klarsichtfach hab ich noch einen kleinen Spickzettel mit den wichtigsten Abzweiginfos.