Pflicht und Kür

Meine kleine MSX hat jetzt knapp 18.000 km auf der Uhr. Hab mit dem kleinen Viertakter in den letzten 5 Jahren ganz schön Strecke gemacht. Bin mit ihr gefahren wie mit einer Großen, war eben einfach nur langsamer unterwegs.

War in dieser Saison zweimal mit meiner 500er an der Mosel und hab da einen schönen Rastplatz in den Weinbergen entdeckt. Ob ich es bis dahin als Tagesausflug auch mit meiner 125er schaff?

Das Pflichtprogramm beginnt kurz vor 9:00 Uhr mit 0,0km.

Heute hab ich meinen anklettbaren Bottlehalter am Tankrucksack. Mit einem Schluck Kaffee in einer kleinen Thermosflasche. Hier warten auf die Rheinfähre in Lorch.

Bis hierher hab ich gute 2 Stunden gebraucht und 95,2km abgespult.

Mit schönem Blick auf den Rhein fahre ich auf der B9 bis Boppard und quere dann über die Höhen rüber zum Moseltal. Ab Löf bis Treis-Karden schnell über die B416, geht es dann auf schmaler Straße bis zum Zielpunkt (rote Fahne).

Oberhalb von Valwig unter einer schattigen Kastanie mach ich eine Brotzeit und schau runter auf das Treiben an der Mosel.

Bei meiner Ankunft dort, war ich 4 Stunden unterwegs und hab 178,7km hinter mir.

Die kleine Straße bergab gehört mit zur Fahrtroute. Weil so schön, fahr ich die noch zweimal hoch.

In Cochem ist der weiteste Punkt meiner Tagestour erreicht. In der Stadt wimmelt es von Touristen, interessant zu sehen. Da ich nur durchfahre, bin ich ein paar Minuten später wieder auf schneller Straße am Fluss.

Zurück geht es fast die gleiche Strecke. Das Wispertal ist wenn man freie Bahn hat, ein Genuss  :-)). Hier kann man je nach Laune bummeln oder mit der MSX sportlich die Kurven nehmen.

Nach 354,6km steh ich wieder vor der Garage. Soweit zur Pflicht. Ob die Kleine auch mal zur Kür kommt? Ob ich es schaffe ihr weniger abzuverlangen? Mit dem kleinen Dickrad durch die Landschaft gondeln mit nicht so weiten Zielen? Schaun mer mal ;-)).

Kleine Runde

Heute ist Sonntag und auf den Straßen schön ruhig. Da dreh ich doch gleich mal eine Runde.

Oder auch ein paar mehr. Fährt man viel von diesen Runden im Jahr, Kreisel genannt, wird die Reifendecke auf der linke Seite mehr beansprucht als rechts. Ein Reifenseitenausgleich gibt es allerdings nicht, Kreisel gehen bei uns eben prinzipiell nur mit Linkskurve.

Klar gibt’s auch kleine Kreisel, hier könnte man auch ohne Kurve geradeaus drüber fahren.

Es gab eine Zeit (2017) da hab ich mit der Kleinen noch kleinere Runden geübt. Ein 4m Kreis abgesteckt, Motor und Endübersetzung original, jetzt ohne anhalten, Füße bleiben auf den Rasten, wahlweise rechts oder auch links rum im weiß gepunkteten eine kompletten Kreis abfahren.

Geht! Mein Anfang mit Trialübungen.

Okay, mir fällt nachträglich auf, dass das mit dem Linksrumfahren im Kreisel ja immer auch einen Rechtsbogen beim Rein- und Rausfahren beinhaltet. Also – alles nicht so dramatisch :-)) .

Auswahl

Auch wenn der Sommer dieses Jahr ziemlich mit Regen durchsetzt ist, gilt es die trockenen Zeiten draußen zu nutzen. In der Garage hab ich drei Mopeds und das sind keine Museumsstücke. Die sollen bewegt werden.

Heute bin ich mit meiner MSX in Richtung Seligenstadt unterwegs. Nur eine kleine Runde, zu mehr komm ich in diesem Monat mit dem kleinen Dickrad nicht. Am Bauhof sind schöne Graffitis, also schnell die Knipse ausgepackt.

Um mit dem Moped richtig in Schweiß zu kommen hab ich einen Oldtimer, die HONDA TLR 200 Reflex. Eigentlich keine reinrassige Trialmaschine. Aber mit ein paar Umbauten ist sie sehr tauglich um das Trialen auf Vereinsgelände zu lernen. 50cm Baumstämme mit der Zwei-Gasstoß-Technik sind momentan das Maximum.

Bleibt noch die CB500X mein Tourer. Auch HONDA. Amerika ist schon mal nicht schlecht, aber ich möchte mit meinem Italy-Twin, nicht Africa-Twin, eben gerne auch noch über die großen Berge. Und mit der CB500X bin ich sehr, sehr, sehr gerne unterwegs. In dieser Saison: Tagestour 998km bis zum Chiemsee, Tagestour 900km zum Hohenpeißenberg. Alle Fotos entstanden in diesem Monat. Die MSX hats da echt schwer, in der Auswahl auch dran zu kommen :-)) .

Rhönsommer

Wenn es im Sommer in der Landschaft zu warm wird, tourt man am besten auf einen höheren Berg. Ich mache das heute, und habe mir die Wasserkuppe mit ihren 950 Metern über Null ausgesucht.

Von Frankfurt am Main ist das schon ein schönes Stück weg und mein kleiner 125er Viertakter hat heute ordentlich zu kurbeln. Kurz hinter Weyhers gibt es einen kurzen Fotostop. In der Ferne ist bereits die runde Radarkuppel auf dem Gipfel erkennbar.

Die Rhön bietet richtig lange Steigungen und kurvenreiche Strecken. An passender Stelle packe ich meine Kamera aufs Stativ um per Funkauslöser auch eine Fahraufnahme im Knipskasten zu haben.

In der Ortslage Rodholz, gibt es einen schönen Fernblick Richtung Neuhof mit der Abraumhalde der Kali & Salz AG. Oben auf der Wasserkuppe weht ein frisches Lüftchen und es gibt tolle Fernsichten nach allen Seiten. Vogelsberg und Taunus sind leicht auszumachen.

Wann immer möglich kürze ich umwegige Landstraßenstücke per Schotterstrecke ab. Das bringt zwar keinen Fahrtzeitgewinn, aber eine willkommene Abwechslung. Die gesamte Tour geht nur über Landstraßen und Nebenwege, und so kommen heute 266 perfekte Kilometer zusammen.

Funkstille

Trotz angesagter hoher Temperaturen möchte ich heute an den Rhein. Meine Rukkajacke ist komplett luftdurchlässig und mit den 1,5 Litern im Camelbak sollte das Ganze erträglich werden.

Mit Blick auf die Burg Rheinfels, setze ich in St. Goarshausen mit der Fähre über. Eigentlich möchte ich heute per Funkauslöser auch ein paar Fahraufnahmen in den Weinbergen machen, leider hängt die Technik und das gelingt mir nicht. Zuhause meint Edith: Dummerchen, du hast beim Batteriewechsel eine Kanaleinstellung versehentlich geändert, so können sich die Geräte nicht verbinden :-8

Touren zum Rhein sind auch mit der MSX immer wieder schön. In Assmannshausen strecke ich die Beine noch mal in einem Café aus und dann tauche ich in den Schatten des Wispertals. Das werden heute 239,7 km und zum EM-Spiel Deutschland – Portugal bin ich rechtzeitig wieder in der Garage.

Trullo

Ein rundes Gebäude aus Trockenmauerwerk, weiß getüncht und oben mit einem symbolischen Schlussstein. Gibt es in Italien, oder für mich mit der MSX schneller zu erreichen in den Weinbergen im Alzeyer Land.

Zuerst bin ich als Bote unterwegs, nahe Rüsselsheim habe ich was persönlich zu überbringen. Dann eine kurze Querung per BAB über den Rhein und schon bin ich in Rheinland-Pfalz. Hier gibt es schöne kleine Landstraßen die abwechslungsreich durch die Weinberge führen.

Ein kurzer Halt am Glockenturm auf dem Marktplatz von Udenheim. Hinter Flonheim / Uffhofen habe ich mein Tagesziel erreicht. Der Weg zurück führt über die Rheinfähre bei Nierstein auf bekannte Wege.

Das waren heute knackige 218 km und die Sonne meinte es gut, einfach richtiges Tourenwetter.

200

Keines meiner Mopeds läuft 200. Brauchts auch nicht. Die heutige 200 ist die erreichte Anzahl der Beiträge in diesem Blog. Darauf gibt es ein Gläschen Sekt :-).

Schon in der letzten Saison und auch bei der letzten Ausfahrt, hatte ich beim Fahren unter Volllast, also Vollgas bei schneller Landstraßenfahrt, ganz kurze Durchrutscher der Kupplung. Da ich meine Kupplung auf ein ganz frühes Greifen eingestellt hatte, hatte ich dort im letzten Jahr zuerst korrigiert. Das Phänomen trat immer mal wieder auf, bei unterschiedlicher Öltemperatur und war technisch nicht gleich einzuordnen. Bevor ich mir die Mechanik der Kupplung anschaue, also die Belagdicke und die Federn der Kupplung, möchte ich ausschließen, dass es am Öl liegt. Drum gibt es jetzt erst mal einen Wechsel von Procycle auf Motul. On Tour wird sich zeigen, ob das Phänomen noch da ist.

Verbrenner

Pfingstmontag und Zeit um in lauer Frühlingsluft, eine schöne Runde über 112 km südlich von Frankfurt zu drehen.

Gut möglich das Zwei- und Viertakter in Zweirädern irgendwann historisch sind. Die Erzeuger zur neuen Energie stehen ja schon lange am Tourenrand. Fühl mich auf dem kleinen Verbrenner mit max 100 noch immer wie Hause. Und staune immer wieder, wie viel Spaß ich auch mit so wenig Motorrad haben kann. Das kleine Teil gibt mir so was von unbeschwert, bin gerne damit unterwegs!

In der Ortslage bei Klein-Krotzenburg gibt es am Main eine Einsetzstelle für Sportboote. Noch ist hier nix los, also Platz für meine kleine HONDA vor Fluß. Die Trailer mit Boot kommen bei der Wegfahrt, ich cruise weiter über den Rodgau und Dreieich, bis ich dann wieder in die Großstadt von Süden her eintauche.

Lahnwasser

Die Sonne in voller Pracht – ich muss raus! Heute geht es mit der MSX in Richtung Norden, bis an die Lahn.

Im Hintertaunus gibt es schöne glatte Landsträßchen auf denen man flüssig voran kommt. Der Funkauslöser wird heute auf Funktion getestet. Und geht, aber das Mopedchen ist auf die Entfernung doch etwas klein :-)).

An der Schleuse in Löhnberg gibt es einen Knipshalt. Die Lahn ist für Kanuten und Paddler ein Paradies. Nach Biskirchen und Leun im Lahntal biege ich wieder nach Süden in den Taunus.

Kurz vor Maibach gibt es einen schönen Blick übers Land und zum großen Feldberg. Das waren, bei angenehmen Temperaturen, heute knappe 150 km für den kleinen Viertakter.

Nizza

Fernreisen über Grenzen, sind mit dem Reisemotorrad momentan leider out. Auch kein Problem. Da nehm ich doch meine kleine Honda, mit der komme ich auch bis zu den Palmen. Ist nicht wirklich weit.

Die heutige Runde mit knapp 50 Km bringt mich quer durch Frankfurt, bis zur mediterranen Parkanlage am Frankfurter Mainstrand, dem Nizza-Ufer. Etwas Mittelmeerflair innerhalb von 2 Stunden anfahren, ist ein kleines und nettes Abenteuer an einem Ostersamstag.