10% ungenau

Schnell das Tomtom angeschraubt und per GPS noch mal die Tachoangaben überprüft. Seit dem Winter hat das Kettenrad hinten 1 Zahn mehr. Subjektiv dreht der Motor damit etwas besser nach oben raus. Allerdings bleibt der Tachovorlauf wie zuvor.  

Fahr ich 60, kann ich 6 km/h abziehen und bin bei wirklichen 54 Stundenkilometern. Bei Tachoangabe 106 sind`s dann erfreuliche 95. Nach dem Test den Ballast vom Lenker wieder abgeschraubt, Schuhwerk gewechselt und raus ins Grüne.

Ans Wasser möchte ich und so mach ich eine kleine Tour in den Rheingau. Da ich heute meinen Funkfernauslöser nutzen will, fahre ich noch mal an die Bergstrecke bei Henschhausen. Mehrmals hoch und runter, bis ich was passendes in der Knipse habe.

Und immer wieder gerne, übersetzen mit der Fähre. Das sind heute per Tacho 233km. Ziehe ich 10% ab, dann bin ich mit knapp 210 km immer noch gut dabei.

Enduropiste

Bin im hessischen Ried zum Kaffee eingeladen. Von dort aus geht’s direkt zum nördlichen Odenwald. Bei Seeheim-Jugenheim tauche ich ein in den Wald.

Auf der Nonroder Höhe steht dieser sehenswerte fotobuntige Tankzug aus dem Fischbachtal. Die abgebildete Gegend ist in echt noch schöner und die Straßen kurvig, glatt und abwechslungsreich. Hier kommt die kleine MSX-Kurbelwelle richtig ins rotieren.

Die schmale Landstraße zwischen Nonrod und Fränkisch-Crumbach wird plötzlich zur Schotterstraße. Wo gibt`s denn noch sowas? Ein BMW –Fahrer kommt mir stehend über Löcher und Wellen auf seiner Maschine entgegen. Ich fahr die Strecke noch mal zurück und mach ein Foto. Hier oben gibt es eine Gebietsgrenze. Vielleicht ist das der Grund für diesen ca. 1 Km langen Abschnitt im 1950er Jahre Stil.

Heute probiere ich auch meinen über den Winter verbessert tastbaren Funkauslöser zum Fotografieren aus. Funktioniert. Und der ist nur bei Fotosituationen per Klett am Griff. Allerdings sind heute die Belichtung und die Schärfe der Motive noch nicht ok.

Mainaufwärts

Bereits auf meiner Rückrunde durch den Spessart quere ich bei Weibersbrunn die A3. Die ist jetzt zwischen Frankfurt und Würzburg fast fertig umgebaut und hat hier bergan 4 Fahrspuren. Super!

Mein eigentliches Ziel am heutigen Samstagnachmittag ist das Trialgelände des MSC Großheubach nahe Miltenberg am Main. Kenn ich noch nicht. Über Hanau, Seligenstadt, vorbei an Aschaffenburg, gelange ich schließlich nach Großheubach. Ist aber nix weiter los. Ich komm hier sicher noch mal her zu einer Veranstaltung.

Der eine Zahn hinten mehr aufm Kettenrad macht sich auch heute positiv bemerkbar. Der 4. Gang dreht nach oben leichter raus per 8000 Umdrehungen. Laut Tacho sind das heute 198 gefahrene Kilometer. Wird aber real etwas weniger sein. Die Abtastung für den Tacho sitzt an der Getriebeausgangswelle und da der Motor jetzt etwas mehr Umdrehungen pro Kilometer drehen muss, wegen der kürzeren Untersetzung, gibt es da eine Verzerrung. Meßfahrten per GPS sind zum Vergleichen einfach noch nötig.

Option

Alle Tagesstrecken auf der 700er bin ich mit dem Tourenanzug gefahren, egal bei welcher Temperatur. Für die MSX war mir das ein bisschen dick aufgetragen. Jetzt im Februar dachte ich mir, ich probier es einfach mal. Und dazu die doch etwas klobigen Stiefel. Mit der Schalterei wird das vielleicht ungelenk und ungenau? War aber nicht so, ging ganz passabel.

Und mit dem Anzug geht es auf der Kleinen auch ganz gut. Ok, ist eine Option. Lieber bin ich noch echt mopedmäßig unterwegs, zusammen gestückelt mit unterschiedlichen Ausrüstungsteilen, plus den super bequemen Wanderschuhen. Halt irgendwie nicht so angepasst an die veröffentlichten Zweiradvorgaben. Genau das – find ich aber gut.

Und jetzt kam mir der Gedanke dazu in dieser Kombination, auch mit einem kleinen Tankrucksack ausgerüstet zu sein. Mein vorhandener EVO Daypack passt nicht, hatte ich früher schon mal probiert. Von Oxford gibt es aber einen Mini Tankrucksack, der für die Tagestour ausreicht. Ich hab mal den Grundriss und eine Seite wegen der Höhe aus Pappe nachgebildet und aufs Moped gelegt. Lenkeinschlag ok, Knieschluß am Tank bleibt ok, für eine praktische Befestigung – auch zum Tanken – müsste ich mir allerdings Gedanken machen. Eilt nicht. Im Laufe der Saison oder später, kommt das Thema vielleicht noch mal nach vorn.

Waschen + Fönen

Bei meiner kleinen Vogelsbergtour gab es trockene Strecken mit frisch gestreutem Salz und kurze Zwischenstücke mit Feuchtigkeit. Zuhause angekommen sah ich gleich was Sache ist.

Die ganze letzte Woche kam ich nicht dazu. Aber heute noch immer sonnig und trocken, gleich einmal waschen bitte. Im Programmpunkt fleckenfreies Klarspülen, läuft alles mit einem weichen Wasserschleier runter. Ohne scharfen Strahl. Und 1 € reichen dazu aus.

Als Fan des kleinen HONDA Eintopfs einfach Ehrensache. Und der für Februar milde Fön, war dann die Rückfahrt in die heimische Garage.

Eiszeit

Heute ist es so mild, sonnig und windstill, meine Winterarbeiten sind durch, da dreh ich doch gleich mal eine kleine Runde.

Heute probier ich beim Fahren mit der MSX mal meinen Tourenanzug und gleich dazu die neuen Trialstiefel aus. Ich fahr ein bisschen durch die Wetterau und komme in die Ausläufer des Vogelsbergs. Nach dem Fotohalt unweit von Bobenhausen, wollte ich eigentlich wieder retour. Aber irgendwie passt alles und macht Laune, da fahr ich doch gleich noch ein bisschen weiter bergan.

Unterhalb des Hoherodkopfs halte ich an, Grom mit Schnee hat ich noch nicht. Hier ist es am wärmsten auf der ganzen Tour! Durch die Spiegelung des Schnees, bekomm ich die doppelte Strahlung ab, mir wird richtig warm in den Klamotten. Oben aufm Berg, wird noch Schlitten gefahren. Ein Kaffee bei Doris Büdchen und beim Abfahren vom vereisten Parkplatz dreht das Hinterrad durch. Echte Eiszeit am Boden. Schee wars, und die ersten 150 km in der neuen Saison.

50,1 + 53,7

Könnte ja mal meine MSX wiegen? Mal schauen wie weit meine fast serienmäßige Grom vom Werkswert mit 102 Kg abweicht. Mit einer Personenwaage die 100 grammweise Messen kann, sollte das machbar sein.

Während die Messung beginnt, muss ich die Maschine schnell vom Seitenständer in die Senkrechte bringen. Das Gewicht darf nur auf beide Räder wirken. Ich hab separat vorne und hinten gemessen und die Werte dann zusammen addiert. Vorne ist das Messen etwas schwierig, ich bekomme unterschiedliche Werte, aber im Mittel 50,1 Kg. Hinten mehrmals gemessen und bei 53,7 bleibt der Wert stehen. Zusammen ergibt das 103,8 Kg, wobei der Tank jetzt randvoll ist und der angebaute Kettenschutz ein paar Gramm zum serienmäßigen Gewicht zusätzlich bringt.

Zum Abschluss meiner Winterarbeiten will ich den im Herbst beiseite gelegten Unterschutz unter dem Auspuff doch realisieren. Jetzt ist der 3. Fixpunkt zur Befestigung des VA-Bleches in Arbeit. Vorne fehlt dann noch ein kleiner Befestigungspunkt und die Konstruktion steht.

Gut geklebt

Jetzt wo ich mir das Moped bei den Wartungsarbeiten von allen Seiten genauer anschaue, fällt mir auch die Folie auf den Fußrastenhalterungen auf. Diese Teile aus Alu haben in der warmen Jahreszeit unschön auf die Jeans und die Fahrschuhe abgefärbt.  

Was tun? Ich dachte, fängst mit dem einfachsten an. Da ich noch was von der kräftigen selbstklebenden Tankschutzfolie (Louis 10026131) vorrätig hatte, schnitt ich die zu und klebte die mit Erwärmung durch einen Föhn beidseitig auf die Halter. Einmal flächig (blaue Pfeile) und als Streifen auf die Stirnfläche (rote Pfeile). Ich dachte das wäre nur ein Versuch, aber jetzt nach einer Saison sind die immer noch fest, haben sich zwar an einer unebenen Stelle etwas gelöst, das stört aber weder im Gesamtbild noch in der Funktion.

Genußputz

Komisch putzen kann Spaß machen. Mir geht es jedenfalls so, wenn ich im Winter die MSX auf die neue Saison vorbereite.   

Übers Jahr flieg ich mit der Kleinen über die Piste und such ferne Ziele für einen Tag. Im Winter komm ich der Technik richtig nah. Seh mir die Bauteile und Formen näher an und „begreife“ was an dem kleinen Schmuckstück so besonders ist.    

Über hood.de habe ich mir ein 35er Kettenrad für hinten besorgt. Serienmäßig sind es 34 Zähne. Vorne bleiben 15 Zähne. Ich möchte damit ganz minimal die Drehzahl im 4. Gang anheben um in den umliegenden Mittelgebirgen noch runder voran zu kommen. 

8000er

 Auch wenn der Tachostand schon etwas weiter ist, ich bin mitten im Abarbeiten des 8000er Wartungsplans.

Dazu gehört auch die Kontrolle des Ventilspiels. Beim Einlassventil geht das 0,08 Blatt der Fühlerlehre gerade noch rein, aber 0,1 nicht. Also ganz minimal die Ventileinstellschraube öffnen, mit der Mutter kontern und wieder prüfen. Das 0,1 Blatt geht jetzt ganz stramm zwischen Ventilschaftende und Einstellschraube durch, aber die 0,12 Lehre nicht. Und gut.  

Die Motorspezialisten würden sie sicher noch drinne lassen, ich wechsel einfach nach Kilometerleistung wie von HONDA vorgegeben. Die im Neufahrzeug eingebaute DENSO U20EPR9 mit rehbrauner Färbung am Isolator – wie es sein soll – wird gegen eine NGK CPR6EA-9 getauscht. Die Angaben zur passenden Zündkerze finde ich im Werkstatthandbuch.  

Liegt schon lange für die MSX bereit, das Ölablassventil. Wird anstatt der normalen Ablassschraube eingeschraubt. Steht ein Ölwechsel an, wird nur der Ablassschlauch mit Aufsatz angedockt und das Altöl fließt sauber ab. Dieses Teil muss nicht sein, es gehört in die Komfort Kategorie: Ich mach mir die Finger beim Ölwechsel nicht schmutzig. Hey, wenn das so weiter geht, bin ich bald durch mit den anstehenden Arbeiten und der Frühling kann kommen!!