Münchenroth

Es gibt noch immer kleine Strecken Richtung Rhein die ich nicht kenne. Heute geht es über Wiesbaden  und die Weinhänge des Rheingau auf die Anhöhen des Taunus.

Dann tauche ich kurz in das tolle Wispertal und komme über Dickschied, Zorn und Münchenroth zum Rheinblick. Gelegen oberhalb der Burg Katz. Dahinter in Frühlingsluft die Felsen der Loreley.

Mein Hoflieferant bot vor kurzem Gutscheine für einen vergünstigten Einkauf an. Neue Stiefel und eine neue Hose habe ich damit ausgelöst und heute erstmalig in Nutzung. So in entspannter Tourerhaltung abgespult, wurden es heute gute 218 km.

Tankbrettl

Hey meinen neuen kleinen Verstaubeutel so einfach übern Tank spannen, ist nicht. Das will ich stabiler haben.

Das ist die erste Stellprobe. Klar ist schon mal, da kommt ein Brettchen unter den Tankrucksack. Und eine Abstützung nach hinten per Keil.

Der Keil soll aus Holz, genauer aus 9 Schichten 8mm Tischlerplatte gebildet werden. Dazu muss ich den Laubsägebogen in Schwingung bringen. Etwas Schweiß im März tut gut.

Gleiches Teil mit bereits angepassten Konturen. Im luftigen Keil ist Platz zum späteren Mitführen des Tragegurts.

Nach vorne gibt es zwei Gurtpunkte zur Befestigung per Klett. Hinten kommt ein Gurt bis unter die Sitzbank. Auf Höhe der beiden Schlitze sind insgesamt 4 Einschlagmuttern M3 rundrum mit eingeschichtet.  Senkkopfschrauben halten dann vom Inneren des Tankrucksacks durch die Grundplatte den Keil in Position.

Wildensee

Der Tag wird prima. Temperaturen locker über 10° mit viel Sonne. In Großheubach nahe Miltenberg ist heute Trainingstag der Trial-Dreiräder. Das will ich mir anschauen.

Und hier ist viel los auf dem Platz. Meine Anfahrt geht über Aschaffenburg hoch in den Spessart, Strecken erkunden die ich noch nicht kenne. Besonders toll ist das Aubachtal bei Wildensee (grün in der Karte), hier kann man prima Kurvenschwingen. Allerdings dürfte die MSX hier locker 110 laufen, dann wär`s noch schöner.

Obwohl erst Mitte März, sind bereits sehr viele Motorräder auf der Landstraße zu sehen. Überhaupt ist viel Volk im Freien unterwegs. Der ständigen Virusbedrohung, kann man so am besten entgehen. Am späten Nachmittag stehen dann 236,9 km auf dem Tageskilometerzähler.

Kirchturm

Mitte Februar und 16° plus in der Sonne. Eine kleine Einkaufstour führt mich am heutigen Samstag zuerst Richtung Stadtmitte zu einem bekannten Mopedausstatter. Der kleine Rucksack ist mit den paar Teilen für den Trialer plus dem neuen gedruckten Katalog, proppe voll. Um an die Knipse zu kommen, gibt es einen kleinen Basar an Neuteilen auf meiner Sitzbank.

Am Sportpark Preungesheim ist schon einiges los auf dem sonnig bunten grünen Kunstrasen. Meine Strecke führt mich dann Richtung Norden in ein Einkaufszentrum, ich brauch noch was für die Küche und das bekomme ich dort. Nach dem Motto rund um den Kirchturm, kommen so die ersten 55 Kilometer in der noch ganz neuen Saison zusammen.

In der Garage beginn ich mit Überlegungen zur Grundplatte mit Befestigung des kleinen Tankrucksacks von Oxford. Der wartet schon ein halbes Jahr, dass er mit auf Tour kommt.

Flüssige Bremse

Gleich zwei Mopeds hab ich gerade in Arbeit. Der Trialer ist gleich fertig und bei der MSX arbeite ich den 12.000 km Wartungsplan ab.

Das Ölsieb reinigen und den Ölzentrifugalfilter öffnen und reinigen brauch ich diesmal nicht, weil schon gemacht bei 5000 km. Ist immer nach 12.000 km dran, hat also noch Zeit bis mindestens zur nächsten Wartung. Klar Ölwechsel nach einer 3700er Saison passt. Ist gemacht und abgehakt.

Kette äußerlich mit einem Benzinlappen abwischen und säubern und anschließend neu fetten. Dann wieder neu auflegen und die Kettenspannung einstellen. Auch gemacht.

Wichtiger Punkt: Wechsel der Bremsflüssigkeit, alle zwei Jahre. Hab ich seit dem Kauf noch nicht gemacht, ist also unbedingt angesagt. Aus einer Rollergazette hab ich noch einen Artikel zum Wechseln der Bremsflüssigkeit. Les ich noch mal durch um das Thema wirklich frisch zu haben. Hab ich zwar schon mal gemacht, ist aber bei mir nicht alle Tage dran.

Pingelig achte ich darauf möglichst alles gut abzudecken. Aus Erfahrung weiß ich, dass unschöne Flecken von Bremsflüssigkeit auf dem Lack, echt nicht mehr zu beseitigen sind. Nach dem Abziehen des Schlauches vom Entlüftungsventil, spüle ich den Bereich großzügig mit Bremsenreiniger. Noch dort sitzende Tropfen werden so verdünnt abgespült.

Winterwende

Die Mischung macht’s. 10 PS sind ein bisschen knapp – zugegeben. Und doch – alles zusammen genommen wird es einfach gut. Wie da sind:

Sehnsuchtspunkte auf der Landkarte finden – Strecken ausbaldowern die zum Leistungsprofil passen – Geduld haben bis der richtige Sonnentag gefunden ist – und dann eine große Runde drehen. Vielleicht dazu noch nette Menschen unterwegs treffen, dann wird’s richtig rund.

Die Technik des kleinen viertaktenden Eintopfs von HONDA macht mich noch immer an und ich bin super gerne auf der Kleinen unterwegs.

Baumschmuck

Bevor das Jahr rum ist, noch ein kurzer Rückblick zum Frühjahr 2019. Manchmal hab ich Lust mit eigenen Lösungen was zu verbessern.

Was hier aussieht wie Christbaumschmuck sind die Befestigungsteile zu einem Blechle unterm Auspuff . Kurz vorm Lackieren. Die Aluteile die ich auf einer CNC-Modellfräse hergestellt hatte, bekommen einen Überzug mit Auspufflack. Anschließend sind die Teile für ein paar Stunden zum Aushärten in einem kleinen ausrangierten Tischbackofen.

Am Ende dieser Saison mit etwas über 3600 km sind Blech und Montageteile alle noch an ihrem Platz. Die Konstruktion ist leicht und bietet für den Auspuff ausreichend Schutz, auch wenn’s mal etwas rauer wird.

Frohes Fest!

Schöne Bescherung

Es ist noch nicht mal Weihnachten und ich bin schon mitten in den Wartungsarbeiten. Der Ölwechsel ist schon durch, dann fang ich doch gleich mal mit der Durchsicht an.

Da ist auch ein bisschen Putzarbeit dabei. Ist okay so. Ich mag dass, wenn ich über den Winter mein Zweirad für die nächste Saison wieder komplett auffrische. Die Deckel sind schnell ab, die Kette mit Kettenschloss ist ratz fatz geöffnet und abgenommen. Alles super einfach bei einem kleinen 10PS Motorrädchen. Im Dezember dabei, natürlich mein kleiner buntiger Leuchtweihnachtsbaum. Etwas Zauber in der Bude muss schon sein.

 

Ende Gelände

Zum Ölanwärmen gibt es noch eine kleine Runde, dann soll es gut sein in dieser Saison.

Als Fotopunkt such ich mir einen schönen vorweihnachtlichen Lichtbaum aus. Danach geht es in die Waschbox um die letzten Salzkrümel aus dem Vogelsberg abzuwaschen. In der temperierten Garage wird der Ölmessstab gelockert, der Ölablass geöffnet, jetzt kann das Öl in Ruhe über Nacht auslaufen. Pflegearbeiten und Verbesserungen sind in den nächsten Monaten dran. Fahrerisch geht es erst 2020 weiter.

9 Monate

Plötzlich am Mittag kommt die Sonne – ich muss raus aufn Berg.

Vielleicht die letzte Möglichkeit in dieser Saison. Bei Ober-Lais kürze ich die Landstraße ab und komm an einen schönen Fotopunkt im Feld, mit Blick auf mein heutiges Ziel.

Von Ranstadt in der Wetterau gibt es eine kleine winklige Landstraße bergwärts, die immer wieder super Spaß mit dem kleinen Einzylinder macht.

Hey und hier oben gibt es noch ein bisschen Schnee! Wie vor 9 Monaten. Wie bei meiner ersten Ausfahrt in diesem Jahr, ebenfalls auf den Hoherodskopf (764 m). 4 Stunden hat meine kleine Tour aufn Berg gedauert. Der Tageszähler bleibt heute bei 146,5 km stehen.