Tankpack

 

Lang hat`s gedauert, jetzt ist er drauf. Der kleine Oxford M1R Tankrucksack hat einen passenden Untersatz auf der MSX bekommen. Fotoknipse, Stativ und Fernbedienung passen da rein, plus Smartphone im Klarsichtfeld auf der Oberseite.

Der Tankrucksack ist auf zwei Holzteile geschraubt. Diese wurden mit Kunstleder beklebt, eine aufwändige Arbeit. Gehalten wir der kleine Aufbau überm Tank an drei Punkten. Zwei Gurte fixieren vorne an der Tankverkleidung per Klettpunkt und hinten mit einem Gurt unter der Sitzbank ebenso per Klett.

Auf der Unterseite der Holzplatte ist in Position der Tanköffnung als Auflage eine 3 mm Vollgummiplatte aufgeklebt und vernäht. Auf meiner kleinen Modellbau CNC-Fräse hab ich mir zwei Bandklemmen hergestellt und anschließend brüniert. Sie halten zwei schwarze Gummibänder aus dem Supermarkt und nutzen so den Platz im Keil, um den Trageriemen für den Tankrucksack immer dabei zu haben.

Zusätzlich kann ich im Sommer eine 0,5 Liter Trinkflasche aus dem Laufsport, per Formstück an den Unterbau andoggen. Funktioniert ebenfalls per Klett. Für Rücken und Schulter ist das jetzt eine angenehme Alternative , um mein Minimum an Tourgepäck dabei zu haben.

Stillgelegt

Wie immer starte ich im Frankfurter Norden. Eine kleine Runde um`s Städtchen soll es heute werden.

Zwar toll zum Zweiradeln die blanke Sonne, aber fürs Grüne wäre jetzt Regen unbedingt mal angebracht. Meine Tour führt mich zum Trial – Vereinsgelände und tatsächlich, keine Menschenseele da. Das Gelände ist wegen der Coronakrise komplett gesperrt.

Dann umrunde ich die Stadt südlich auf teilweise noch nie gefahrenen Strecken. Heute ist nicht viel los auf der Gass, es geht wunderbar zügig und entspannt voran. Und da sind auch fahrerisch schöne Stellen dabei. Im Schwanheimer Wald mach ich eine Pause mit Foto. Heute sind es 112,5 km die zusammen kommen.

Pfalzblick

Heute verlasse ich die Stadt bei Sonne pur und schaue nach einer neuen Möglichkeit um mit der MSX besser ins Pfalzreich vorzustoßen.

Meine Tour geht zur Fähre in Gernsheim an den Rhein. Klar, etwas weiter südlich liegt Worms mit seiner Rheinbrücke, als gute Alternative. Aber speziell hier auf der anderen Rheinseite gibt es viele schöne kleine Routen, um die Pfalz zu erkunden.

Meine Hinstrecke geht über Darmstadt und ich brauch bis Gernsheim um die anderthalb Stunden. Heute nicht, aber für ein Übersetzen mit der Fähre müsste ich mindestens noch mal eine halbe Stunde einplanen. Zurück nehme ich die schnelle B44 über Groß-Gerau und bin nach 135,3 km wieder retour.

Maurice Rose

Richtiges Tourenfahren mit weiter entfernten Zielen, lass ich jetzt wegen der Coronakrise erst mal. Also mach ich was im Nahbereich.

Der kleine frühere Flugplatz im Frankfurter Grüngürtel, das ex Maurice Rose Airfield, ist auch jetzt an Nachmittagen ganz reichlich überlaufen mit Volk. Da ich heute aber recht früh unterwegs bin, komm ich ohne Schwierigkeiten ganz dicht ran.

Dann fahre ich Richtung Stadt bis an die Friedberger Warte. Und das sieht hier gut aus, also raus mit dem Stativ und schnell ein paar Fotos knipsen. Der Motor kommt heute kaum auf seine 80° Öltemperatur, bei nur 30,7 km insgesamt.

Münchenroth

Es gibt noch immer kleine Strecken Richtung Rhein die ich nicht kenne. Heute geht es über Wiesbaden  und die Weinhänge des Rheingau auf die Anhöhen des Taunus.

Dann tauche ich kurz in das tolle Wispertal und komme über Dickschied, Zorn und Münchenroth zum Rheinblick. Gelegen oberhalb der Burg Katz. Dahinter in Frühlingsluft die Felsen der Loreley.

Mein Hoflieferant bot vor kurzem Gutscheine für einen vergünstigten Einkauf an. Neue Stiefel und eine neue Hose habe ich damit ausgelöst und heute erstmalig in Nutzung. So in entspannter Tourerhaltung abgespult, wurden es heute gute 218 km.

Tankbrettl

Hey meinen neuen kleinen Verstaubeutel so einfach übern Tank spannen, ist nicht. Das will ich stabiler haben.

Das ist die erste Stellprobe. Klar ist schon mal, da kommt ein Brettchen unter den Tankrucksack. Und eine Abstützung nach hinten per Keil.

Der Keil soll aus Holz, genauer aus 9 Schichten 8mm Tischlerplatte gebildet werden. Dazu muss ich den Laubsägebogen in Schwingung bringen. Etwas Schweiß im März tut gut.

Gleiches Teil mit bereits angepassten Konturen. Im luftigen Keil ist Platz zum späteren Mitführen des Tragegurts.

Nach vorne gibt es zwei Gurtpunkte zur Befestigung per Klett. Hinten kommt ein Gurt bis unter die Sitzbank. Auf Höhe der beiden Schlitze sind insgesamt 4 Einschlagmuttern M3 rundrum mit eingeschichtet.  Senkkopfschrauben halten dann vom Inneren des Tankrucksacks durch die Grundplatte den Keil in Position.

Wildensee

Der Tag wird prima. Temperaturen locker über 10° mit viel Sonne. In Großheubach nahe Miltenberg ist heute Trainingstag der Trial-Dreiräder. Das will ich mir anschauen.

Und hier ist viel los auf dem Platz. Meine Anfahrt geht über Aschaffenburg hoch in den Spessart, Strecken erkunden die ich noch nicht kenne. Besonders toll ist das Aubachtal bei Wildensee (grün in der Karte), hier kann man prima Kurvenschwingen. Allerdings dürfte die MSX hier locker 110 laufen, dann wär`s noch schöner.

Obwohl erst Mitte März, sind bereits sehr viele Motorräder auf der Landstraße zu sehen. Überhaupt ist viel Volk im Freien unterwegs. Der ständigen Virusbedrohung, kann man so am besten entgehen. Am späten Nachmittag stehen dann 236,9 km auf dem Tageskilometerzähler.

Kirchturm

Mitte Februar und 16° plus in der Sonne. Eine kleine Einkaufstour führt mich am heutigen Samstag zuerst Richtung Stadtmitte zu einem bekannten Mopedausstatter. Der kleine Rucksack ist mit den paar Teilen für den Trialer plus dem neuen gedruckten Katalog, proppe voll. Um an die Knipse zu kommen, gibt es einen kleinen Basar an Neuteilen auf meiner Sitzbank.

Am Sportpark Preungesheim ist schon einiges los auf dem sonnig bunten grünen Kunstrasen. Meine Strecke führt mich dann Richtung Norden in ein Einkaufszentrum, ich brauch noch was für die Küche und das bekomme ich dort. Nach dem Motto rund um den Kirchturm, kommen so die ersten 55 Kilometer in der noch ganz neuen Saison zusammen.

In der Garage beginn ich mit Überlegungen zur Grundplatte mit Befestigung des kleinen Tankrucksacks von Oxford. Der wartet schon ein halbes Jahr, dass er mit auf Tour kommt.

Flüssige Bremse

Gleich zwei Mopeds hab ich gerade in Arbeit. Der Trialer ist gleich fertig und bei der MSX arbeite ich den 12.000 km Wartungsplan ab.

Das Ölsieb reinigen und den Ölzentrifugalfilter öffnen und reinigen brauch ich diesmal nicht, weil schon gemacht bei 5000 km. Ist immer nach 12.000 km dran, hat also noch Zeit bis mindestens zur nächsten Wartung. Klar Ölwechsel nach einer 3700er Saison passt. Ist gemacht und abgehakt.

Kette äußerlich mit einem Benzinlappen abwischen und säubern und anschließend neu fetten. Dann wieder neu auflegen und die Kettenspannung einstellen. Auch gemacht.

Wichtiger Punkt: Wechsel der Bremsflüssigkeit, alle zwei Jahre. Hab ich seit dem Kauf noch nicht gemacht, ist also unbedingt angesagt. Aus einer Rollergazette hab ich noch einen Artikel zum Wechseln der Bremsflüssigkeit. Les ich noch mal durch um das Thema wirklich frisch zu haben. Hab ich zwar schon mal gemacht, ist aber bei mir nicht alle Tage dran.

Pingelig achte ich darauf möglichst alles gut abzudecken. Aus Erfahrung weiß ich, dass unschöne Flecken von Bremsflüssigkeit auf dem Lack, echt nicht mehr zu beseitigen sind. Nach dem Abziehen des Schlauches vom Entlüftungsventil, spüle ich den Bereich großzügig mit Bremsenreiniger. Noch dort sitzende Tropfen werden so verdünnt abgespült.

Winterwende

Die Mischung macht’s. 10 PS sind ein bisschen knapp – zugegeben. Und doch – alles zusammen genommen wird es einfach gut. Wie da sind:

Sehnsuchtspunkte auf der Landkarte finden – Strecken ausbaldowern die zum Leistungsprofil passen – Geduld haben bis der richtige Sonnentag gefunden ist – und dann eine große Runde drehen. Vielleicht dazu noch nette Menschen unterwegs treffen, dann wird’s richtig rund.

Die Technik des kleinen viertaktenden Eintopfs von HONDA macht mich noch immer an und ich bin super gerne auf der Kleinen unterwegs.