Saisonbeginn?

Die Vorfreude nimmt zu, wenn nach abarbeiten der Das-will-ich-im Winter-noch-machen-Liste, die MSX dann fit für die kommende Saison da steht. Der Winter darf sich in den nächsten Wochen gerne vor meinem Garagentor austoben, das stört gar nicht. Dann, wenn die Lüfte wieder lau werden und das erste Grün kommt, gibt es sicher ein . .

Blech contra Teflon

Das Schwierigste zuerst. Einige Winterarbeiten habe ich an der MSX abzuarbeiten, dazu gehört ein verbesserter Kettenschutz.

Vom Reifen bis zur Kette sind maximal 13mm freier Raum. Kommt dort ein Kettenschutz dazwischen, ich dachte an verzinktes Stahlblech von 1mm, bleiben nur ein paar Millimeter pro Seite als Freiraum zum drehenden Rad, bzw. bis zur Kette.

Theoretisch müsste das ausreichend sein. Beim Fahren unter Gas ist der obere Kettenabschnitt unter Zug und gespannt. Beim Gaswegnehmen, beim Bremsen mit dem Motor, kommt der untere Kettenabschnitt unter Spannung. Beim Fahren auf unebener Strecke kann der jeweils lose laufende Kettenabschnitt dann aber auch mal seitlich peitschen. Dann wäre die Kette direkt in Berührung mit dem Kettenschutz. Um das Geräusch und die dabei entstehende Reibung zu minimieren, dachte ich an eine Dämpfung oder eine Gleitschicht direkt im Bereich des Kettenlaufs. Dabei fiel mir ein, dass ich noch ein etwas größeres Stück Teflon Folie in 1mm Stärke habe. Käme das noch auf das Blech drauf würde sich aber der Freiraum der Kette weiter verringern.

Um mir besser vorzustellen wie ein Stück abgekantetes Stahlblech in das schon vorhandene Kunststoffteil der MSX passt und dabei auch die Kette möglichst komplett zum Hinterrad abdeckt wird, schnitt ich mir ein Stück Pappe passend. Ein grobes Vormodell.

Dann kam mir die Idee den Kettenschutz vielleicht ganz aus der Teflon Folie herzustellen. Teflon hat sehr gute Gleiteigenschaften, ist weich und doch mechanisch beanspruchbar und völlig unempfindlich gegenüber Benzin und Ölen. Meine Folie ist allerdings weiß. Ein Kettenschutz aus Blech könnte mit schwarzer Folie beklebt und an den Kanten lackiert sein. Auf Teflon, welches eine etwas wachsartige Oberfläche besitzt, halten aber Klebefolie und Lack nicht gut. Der Teflon Kettenschutz wäre also in Weiß.

Also ein neuer Pappzuschnitt. Jetzt konnte ich auch den Bereich unter der Schwinge besser abschirmen, durch eine gebogene Form (Foto rechts: per Spiegel, Blick von unten).

Egal ob Stahl oder Teflon, ein zusätzliches neues Teil muss an mehreren Punkten absolut zuverlässig befestigt sein.

Expressgut

Winterzeit – Garagenzeit. Zumindest für die MSX. Draußen ist es nass und salzig. Zeit um beim Thema Gepäckbeförderung die Kurve zu kriegen. Hab in den letzten 2 Monaten einiges ausprobiert.

Nicht vergessen habe ich den kleinen vorhandenen Tankrucksack. Den leg ich jetzt noch mal auf die MSX. Sieht besser aus als es ist. Im Bereich der Sitzbank müsste er viel höher positioniert sein. Einen Knieschluss zum Tank bekomme ich so in der Lage wie fotografiert, nicht locker hin.

Zum Motorradwandern auf der MSX sind Rucksack, Umhängebeutel oder Gürteltasche meine Wahl.

Nr. 1 mein Tornister. Dachte erst, das wäre mein Standard Gepäckteil für alle zukünftigen Touren. Dies wird er nicht. Aber der ist prima, hat eine feste Struktur, steht selbstständig und lässt sich von allen getesteten Rucksäcken am besten auf- und absetzen. Hat feste Fächer, die teilweise per Klett auch veränderbar sind, weil konzipiert als Fotorucksack.

Das untere Fach lässt sich auch von der Seite und am Rückenteil öffnen. Dann habe ich mich gefragt, warum nehme ich eine Regenkombi mit, wenn ich meine Touren nur bei trockenem Wetter plane? Und warum soll ich meine Fotokamera mit einem großen Gehäuse mitschleppen, wenn es kleine Kompaktkameras gibt, die für Webfotos wie hier für den Blog, völlig ausreichend sind? Also komme ich auch bei größeren Touren mit weniger Stauraum aus. Mein Tornister wird genutzt werden auf der Kurzstrecke, bei Wegen zur Modellbaugruppe um Werkzeug und empfindliche Modellbauteile zu befördern.

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Nr. 2 in der Kombination als Gürteltasche plus eingurtigem Rucksack haben gute Chancen meine ständigen Tourenbegleiter zu werden. In der schwarzen Gürteltasche sind Kompaktkamera und Tablet mit aufgespeicherter Routenplanung, getragen direkt vorm Bauch und somit immer griffbereit.

Der kleine Rucksack lässt sich am Gurt gezogen vom Rücken nach vorne holen, was mit einem zweigurtigen Rucksack nicht geht. Er enthält das Stativ, die Trinkflasche, Proviant, Schreibzeug, usw.. Und ist von der Größe gerade richtig und pfiffig gemacht. Es gibt nur einen Außenreißverschluss, aber mit 4 Zippern. Und dieser läuft durchgehend vom Stauraum des Rucksacks bis zum Ende des Gurtes. Ein Stoffeinschub am Ende des Gurtes, liegt beim Tragen in Brustnähe und kann eine Handy oder ein nicht zu großes Smartphone aufnehmen. Der schlauchartige Gurt kann auch zur Kabeldurchführung genutzt werden, für Kopfhörer, oder einen zusätzlichen Akku im Rucksack.

Will ich sicher sein, dass mein Rucksack am Rücken geschlossen ist, ziehe ich alle Zipper nach vorne auf die Brust und hab so eine einfache Kontrolle.

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Nr. 3 könnte im Sommer ein prima Begleiter werden. Als Gürteltasche mit großem Volumen, vorne am Bauch getragen, wäre das quasi wie ein kleiner Tankrucksack. Der Oberkörper bleibt frei von Einschnürungen durch Gurte oder eng anliegende Gepäckstücke. So kann der Fahrtwind voll kühlen.

In diese Gürteltasche bekomme ich alles rein was auch bei der Nr. 2 Kombination mitgenommen werden kann. Rechts und links in flexible Einschübe passen je 1 kleine Trinkflasche, was im Sommer prima ist. Das Teil ist zwar bei voller Beladung etwas unförmig, liegt beim Fahren aber auf den Oberschenkeln und kann z.B. bei Besichtigungen entfernt vom Moped, auch mit einem Schultergurt getragen werden. Dann sind die zwei Gurthälften in einem Einschub auf der Körperseite eingesteckt.

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Nr. 4 ist ein Umhängebeutel in einer frischen Farbe die mir gefällt und diesen werde ich sicher zu Besorgungen in Stadtnähe nutzen.

 

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Nr.5 ist eine einfache 2-fachige Gürteltasche. Zu gebrauchen bei schnellen und kurzen Fototrips, wenn nur die Kompaktkamera dabei sein soll. Z.B. an der Tanke, etc..

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Nr. 6 ist ein ganz leichter Fahrradrucksack und in seiner Machart zu weich, ohne Struktur. Das Auf- und Absetzen macht echt Mühe, da sich die Riemen ständig verdrehen und die Gurtenden dann schlecht zu greifen sind. Auf dem Fahrrad ok, aber für die MSX-Touren nicht zu gebrauchen.

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Nr. 7 mein alter Wanderrucksack. Wann immer ich will, der passt für alles.

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Nr. 1 : Evoc Photo Scout CP 18l – Kamerarucksack

Nr. 2: Sicherheitsgürteltasche Tchibo-Shop

Jack Wolfskin Stanmore – Umhängetasche

Nr. 3: Mountainsmith Drift – Hüfttasche

Nr. 4: Unigear Sling-Rucksack

Nr. 5: Eagle Creek Tailfeather – Hüfttasche

Nr. 6: Vaude Uphill 9 LW – Fahrradrucksack

Nr. 7: Älterer Jack Wolfskin MO JAVE – Wanderrucksack

Letzter Versuch

Stanmore heißt ein eingurtiger Rucksack eines bekannten Outdoor Ausrüsters, welchen ich gestern schon auf meiner Tour dabei hatte. Raffiniert geschnitten drückt er nicht am Halsabschluss, klein aber ausreichend im Volumen. Mit nur einem Reißverschluss außen und sehr guter Verarbeitung reiht er sich ein, in die Serie der getesteten körpernahen Gepäckaufbewahrung.

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Ein zusätzlicher eingeclipster Hüftgurt macht die ganze Sache bewegungsfest. Farblich ist er nicht der Renner, aber seine praktischen Qualitäten sind deutlich. Damit ich selber beurteilen kann wie das Teil am Körper sitzt, wurde heute nur eine kleine Runde zum Fotografieren eingelegt.

Novembergrau

Ein freier Tag und 4,5 Stunden Zeit zum Grom fahren. Zum Mittag werden etwas über 10° angegeben. Also etwas dicker einpellen und ab geht’s. Die Tour habe ich per Google Earth bereits mehrfach am Computer abgefahren. Zur Auffahrt auf die Honsellbrücke in Frankfurt, ist das Licht zum Fotografieren einfach passend.

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Ganz rechts angeschnitten die neue EZB, mittig hinter der Brücke, der Main Plaza Turm, ein Hotel und ganz links der komplett neu entworfene und fast fertige Henninger Turm. Der frühere Siloturm für Gerste und Malz ein Wahrzeichen in der Stadt, wird durch einen Wohnturm ersetzt, der im Erscheinungsbild dem alten stark ähnelt.

Auf meiner Tour komme ich zum ersten Mal an den Langener Waldsee. Im Sommer zur Badezeit und zum Ironman Germany, der hier mit dem Schwimmwettbewerb beginnt, ist hier Leben ohne Ende. Jetzt sind die Uferwege alle gesperrt, hier ist nix los. Nur Lkws zum Kiesabbau sind noch unterwegs.

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Ein paar hundert Meter weiter, komme ich an den Badesee Walldorf. Die Sonne ist weg und das Licht zum November passend. Auf meinem weiteren Weg umrunde ich den Flughafen Frankfurt, dann wird es etwas ruhiger im schönen Stadtwald bei Schwanheim. Über den Main wieder Richtung Norden, fahre ich zuletzt noch eine Runde über den Riedberg und staune nicht schlecht über eine kolossale Bebauung. Meine heutige Novemberrunde beende ich mit 109,5 km, noch bevor die früh hereinbrechende Dämmerung beginnt.

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Bewegte Kohle

Drei bisher getestete Rucksäcke mit normal zwei Schultergurten lassen sich durch die Hartschaleneinlagen im Schulterbereich der Jacke, nur widerborstig abnehmen. Und das ist ganz ungünstig zum schnellen Knipsen unterwegs. Probeweise habe ich einen Tagesrucksack mit einem einzelnen Schultergurt bekommen. Vorteil: Ich kann am Gurt ziehen und der Rucksack kommt vom Rücken nach vorne. So bekomme ich alles raus was ich brauche, ohne den Rucksack abzunehmen. Zur besseren Fixierung auf dem Rücken, fehlt eigentlich nur noch ein kleiner Zusatzgurt, der die untere Ecke nach vorne lösbar anbindet.

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Da das Wetter trocken ist, probier ich das Teil gleich mal aus (35,9 km). Aber weiter als bis zum Offenbacher Hafen komme ich nicht, es sind nur noch ein paar Grad über Null. Den schönen alten Kohlekran find ich als Fotomotiv ganz passend. Ist sicher ein Museumsstück. Ich hab gerade ein paar Motiveinstellungen im Kasten, da beginnt das Teil sich zu bewegen. Greift Kohle und fährt nach rechts aus dem Bild.

Fleckenlos

Bevor das erste Salz auf feuchter Straße liegt, geht es noch mal zur Tanke in die Waschbox. Den rostigen Befall am Auspuff werde ich natürlich durch Waschen nicht los. Die Beseitigung wird eine Aktion in der nicht fahrbaren Winterzeit.

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Bei der Wäsche mit der Hochdruckpistole nehme ich „Fleckenfrei spülen“. Nach Einwurf der Münzen kommt ohne Betätigung ein feiner Wasserschleier aus der Lanze, der mir zum Reinigen vollkommen reicht. Sauber ohne Hochdruck find ich ganz ok.

Späte Kupplung

Da fehlt doch was. Eine Senkkopfschraube plus konischer Unterlegscheibe hat sich unterwegs durch Vibrationen gelöst und liegt jetzt irgendwo in der Botanik. Tja, hätte ich man gleich beim Montieren eine flüssige Schraubensicherung mit aufgebracht. Da ich eine solche Schraube plus Scheibe brauche, bestelle ich das ganze Bauteil noch mal günstig in Hongkong.

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Die Kupplung greift sehr spät, was mir nicht so gut gefällt. Ist serienmäßig wohl bei vielen Maschinen so eingestellt und wurde auch schon mehrfach im MSX-125.de Forum angesprochen.

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Heute will ich die Kupplung so einstellen, dass sie eher greift. Die Gummitülle hab ich zurückgeklappt. Die Kupplung ist ganz gezogen. Der gelbe Strich kommt aus der Fabrik und ist eine Markierung aus der Montage oder Abnahme. Da ist dann noch ein dünner Bleistiftstrich. Den habe ich angezeichnet, als ich bei laufendem Motor und eingelegtem ersten Gang den Hebel langsam losgelassen habe. Wenn die Kupplung zu greifen beginnt, liegt der Bleistiftstrich direkt an der Kante der schwarzen Hebelarmatur. Die grünen Punkte (nachträglich ins Foto eingefügt) markieren den Bereich, wo ich mit meiner neuen Einstellung liegen sollte. Die Kupplung greift dann eher. Das gelingt mir auch und ich will sehen ob die Einstellung die mir beim Einkuppeln viel besser gefällt, in der Praxis auf Dauer so ok ist. Das Einstellen wird im Werkstatthandbuch unter Punkt 3-11 beschrieben. Und mit 20 mm liege ich beim maximalen Wert, der für den leeren Kupplungshebelweg vorgegeben ist.

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Zum Ausprobieren dabei, eine etwas größere Hüfttasche. Das Werkzeug als Größenvergleich hab ich dabei um die Kupplung eventuell noch mal neu einzustellen. Brauch ich aber unterwegs nicht. Und da geht ne Menge rein. Tablet, kleines Stativ und kleine Kompaktkamera sowieso und der Rücken ist frei. Trage ich vorne als Tank-Bauch-Rucksack-Kombination.

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Bei meiner kleinen Runde (32,7 km) komme ich erstmals auf dem Tacho über die 100er Marke. Und ich saue mein Maschinchen bei der Fahrt über nasse Wirtschaftswege heute ein bisschen ein.

Herbstfarben

Letzter Tag im Oktober und fantastischer Sonnenschein. Gleich nach der Arbeit sattele ich meine MSX. Ich will das warme Licht und die bunte Landschaft noch mal genießen und fahre Richtung Vogelsberg.

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Schmale Straßen, wenig Verkehr, Kurven zum Schwingen, dass passt wunderbar zur Leistung der MSX.

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Und geteerte Feldwege sind was Wunderbares! Ich liebe solche Landwege! Am Wendepunkt meiner kleinen Tour ist im Hintergrund der Hoherodskopf zu sehen. 764 m hoch und beliebtes Ziel für Touris und Biker.

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Heute begleitet mich mein alter Wanderrucksack. Bin ein bisschen am Austesten, wie die Unterschiede beim Tragen sind. Den Oktober beschließe ich heute mit 96,0 km.

Auf ans Wasser

Das Wetter ist so gut – nix wie raus. Zudem bin ich heute in der Nähe von Ginsheim/Rhein eingeladen zu Kaffee und Kuchen. Damit war die Tourrichtung schon vorgegeben. Gegenüber von Mainz liegt die Maaraue, eine Halbinsel an der Mündung des Mains in den Rhein. Leider finde ich keinen schönen Blick übers Wasser und fahre gleich weiter nach Mainz-Gustavsburg, zum Vereinsgelände des Dampfbahnclub Rhein-Main. Heute ist mit „Abdampfen“ der letzte Betriebstag in diesem Jahr. Große und kleine vollfunktionsfähige Dampfmodelle sind dabei unter freiem Himmel in Betrieb zu sehen. Etwas weiter, bei Ginsheim-Sand komme ich zwar an die rekonstruierte Schiffsmühle die im Rhein schwimmt heran, zum Fotografieren finde ich aber kein wirklich schönes Motiv.

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Erst am Ginsheimer Altrheinufer am Stockanker, finde ich Muße die Sonne und das Wasser zu genießen.

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Hier wartet die Fähre „Johanna“ auf Radfahrer von der Rheininsel Nonnenau.

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Dann verlasse ich diesen schönen Ort. Am Abend auf der Rückfahrt kann ich in der Dunkelheit die Einstellung des Fernlichts kontrollieren, ist etwas zu hoch. Mit einem 8er Ringschlüssel den ich für diesen Zweck schon in der Jackentasche bei mir hatte, lässt sich die Höheneinstellung ganz einfach verändern. Die Kühle am Abend macht deutlich, es sind die letzten Tage dieser Saison. Dabei komme ich heute auf 123,6 km.